,,Dein Kopf in Zeilen“ ist ein Raum, um Gedanken, Gefühle oder Situationen zu teilen sei es als innerer Monolog, Gedicht oder einfach, wie es dir passt. Vielleicht findest du dich in den Worten anderer wieder oder jemand fühlt sich durch deine Zeilen verstanden.
Ein Ort, an dem du deine Gedanken ohne Druck und mit Respekt teilen kannst.
Regeln für Rückmeldungen:
Damit sich jeder wohlfühlt, solltet ihr am Ende eures Textes kurz dazuschreiben, ob ihr euch eine Rückmeldung wünscht oder nicht.
Zum Beispiel:
Rückmeldung erwünscht:
„Wie denkt ihr darüber?“
„Wie findet ihr das?“
„Welche Gedanken löst es in euch aus?“
Keine Rückmeldung erwünscht:
„Nur zum Nachdenken.“
„Bitte ohne Rückmeldung.“
So respektieren wir den Raum, den jede*r für sich braucht.
Hey Laura,
ich finde aus deiner Antwort kam schon etwas Sinnvolles raus, ich find es sehr schön das du dich in meinem Text ein wenig wieder finden konntest, sowas zu hören macht einen weniger einsam.
Liebe Grüße
Nahla
Hi Nahla,
Hm weiß nicht genau wie ich das erklären soll. Also ich finde du hast das gut geschrieben und mir gingen einige Gedanken durch den Kopf. Ich habe irgendwo ein gefühl gehabt, verstanden zu sein.
Vielleicht kann ja jemand anderes im Forum noch was antworten, ich glaub bei meiner Antwort kommt wenig sinnvolles bei raus.
LG Laura
Sicherheit
Sicherheit gewinnt doch durch Essen und Trinken und Wiegen. Eine Zahl, die bestimmt, wohin du gehst, wo deine Sicherheit steht.
Ich versuche zu laufen, zu gehen, doch nur kurz davor – ein Ziel, das endlos mit mir spielt.
Wann endet dieses qualvolle Erstreben? Doch irgendwie auch mein sicheres Leben.
Ich versuche, durch Sicherheit, Kontrolle mein Leben zu bestreben, doch nichts davon bleibt oder hält mich zum Stehen.
Wie soll ich so weiterleben? Ich versuche durch Dinge, durch Essen, durch Zahlen ein Leben zu schaffen, doch gleichzeitig irgendwie eine Qual.
Wie kann ich denn ohne diese Dinge leben? Wer bin ich ohne solches Bestreben?
Jahrelanges Zahlenquälen, jahrelanges Zählen, jahrelanges Kontrollieren – „das darfst du nicht nehmen, das darfst du nicht trinken, das darfst du nicht essen.“
Ein Teil in mir, der spricht, der mir diese Dinge verspricht oder verbietet – ein Leben ohne solche Dinge unreal geblieben.
Kontrolle zu verlieren fühlt sich an, als ob du eine Person verlierst, eine Person, die dich liebt, die dich schätzt, die dir Sicherheit gibt.
Kontrolle zu verlieren ist wie etwas, das man schwer in Worte fassen kann.
Wie soll ich ohne Sicherheit leben, ohne diese, die ich seit Jahren so bestrebe?
Warum fühlt sich das Ganze so nach Sicherheit an, doch gleichzeitig zerstört es mein Gewand?
Am Anfang gab es mir ein gewinnendes Land.
Ich versuche, nicht aufzufallen, um meine Sicherheit nicht zu verlieren, aber das ist die, die mich irgendwann im Abgrund stehen lässt.
Die, die mich an Tagen kontrolliert, ohne mich, ohne mein gezieltes Sein.
Ich versuche und versuche – doch immer mehr möchte ich Kontrolle.
Kontrolle gewinnen wird schwieriger oder braucht mehr Platz und engt mich ein.
Versuche nicht zu verlieren, denn Verlieren ist wie etwas, das dir Sicherheit nimmt.
Eine Zahl auf der Waage bestimmt, was du tust, was du machst, was du isst, was du fühlst.
Ein Leben, das jeden Tag immer mehr zusammenbricht – aber trotzdem versuche ich, diesen Ich zu halten, denn das ist das Einzigste, was mir liegt.
welche gedanken löst es in euch aus?
Sehe. Kenne. Spüre. Nicht.
Hoffnung?
Seh ich nicht…
Vertrauen?
Kenn ich nicht…
Leben?
Spür ich nicht…
Wie soll ich Dinge fühlen,
die ich nicht
sehe,
kenne,
spüre?
Wie soll ich mit etwas leben,
das sich
nicht echt anfühlt?
Nichts davon
ist mir nah.
So frag ich mich:
Ist das mein Leben?
Wie hoffnungslos
das, was ich sehe.
Wie misstrauisch
das, was ich kenne.
Wie bloßes Überleben
das, was ich spüre.
So frag ich mich noch einmal:
Ist das meine Zukunft?
Denn es fühlt sich an
wie Ewigkeit
kein Ende in Sicht,
kein Licht im Tunnel,
nur Tiefe,
nur Steckenbleiben.
Wie ein Kleber,
der alles festhält.
So frag ich mich ein drittes Mal:
Ist das mein Schicksal?
Oder warum…
sehe
kenne
spüre
ich nichts davon
so, als wären sie nie für mich gemacht,
nicht greifbar,
nur Grund zur Verzweiflung.
Meine Kraft
ist längst verbraucht,
mein Glaube
verloren.
Zu lange gekämpft,
um zu sehen,
ob irgendetwas noch funktioniert.
Kein Sinn mehr in all dem
denn:
Die Hoffnungslosigkeit gewinnt.
Das Misstrauen überstimmt.
Und das bloße Überleben
hat seine Bedeutung verloren…
und
versinkt.
Ein Schatten legt sich kalt auf mein Herz,
kein Sturm, kein Schrei, nur stiller Schmerz,
Die Welt zu grau, zu leer, zu weit,
Verloren in Zeitlosigkeit.
Mein Körper ruht, doch schläft nicht ein,
Ich fühl mich taub und wills nicht mehr sein,
Gedanken schleichen, schwer und leer,
sie fragen leise: was willst du denn noch mehr?
Ich bin hier, doch tief verbannt.
Verloren in einem leeren Land,
Die Welt sie dreht sich ohne Sinn
Die Frage bleibt: WO will ich hin?
Gefangen hier in tiefer Nacht,
wo Hoffnung stirbt und Leere wacht
Hallo Nahla123,
danke, dass du deinen Text mit uns teilst.
Ich lese aus deinen Worten ein Bedürfnis nach Anerkennung und Teilhabe und das Gefühl. dass deine Stimme im Entscheidungsprozess unterrepräsentiert ist, obwohl du bzw. ihr Jugendlichen diejenigen seid, die am längsten mit den Konsequenzen dieser Entscheidungen leben müsst.
Ich lese auch, dass du aktiv an der Gestaltung der Zukunft teilnehmen möchtest.
Vielleicht habe ich es ja überlesen, aber gibt es auch Hoffnung in deinem Text, etwas verändern zu können?
Ist vielleicht ein wenig lang der Text..welche Gedanken löst mein Text in euch aus?
In dieser Welt geboren,
Ich, als Jugendliche,
bin in dieser Welt hier eingefroren.
So viele Erwartungen:
Du musst funktionieren,
nicht auffallen,
und Dinge akzeptieren.
Die Stimme als Jugendliche: verspielt.
Und die Erwachsene da draußen
besitzen den Raum.
Kein Platz,
keine Stimme.
Die Jugendliche
werden nie wirklich ernst genommen,
so schieben sie uns in Schubladen
aus verschiedenen,
unsinnigen Gründen.
Verloren
und eigentlich nicht gewollt.
Wir müssen gehorchen,
sonst sind wir verloren.
Egal, was kommt
ein Jugendlicher hat nicht die selbe Stimme.
Versuchen zu reden,
zu sprechen
doch gehört wird man schlecht
oder von Erwachsene weggesteckt.
Nur gesprochen,
geredet,
diskutiert
als ob man die Wahrheit
nicht akzeptiert.
Wir Jugendliche leben
und wollen sowas nicht erstreben.
Unsere Zukunft wird verspielt
oder auch manipuliert.
Kein Wort,
kein Gefecht
wird gewollt.
Man murmelt und sagt:
„Was redest du?“
Man fühlt sich
so nicht respektiert.
Wie soll ich so zuschauen,
ohne zu bestimmen?
Im Leben gezielt
auf Dinge verzichten
kein Leben,
das sich so toll anfühlt.
Die Erwachsenen sehen nur die Pubertät,
denken, wir Jugendlichen
reden nur viel.
Vielleicht sind die Reden
so schnell und so groß
ja, wie ein Sturm.
Doch wenigstens ein großer,
verbundener Weg,
wie ein Fluss,
das zum Überleben
durch Worte und Taten entsteht.
So werden sie nicht akzeptiert
die Jugendlichen und Erwachsenen.
Ein Kampf,
das sich anfühlt
wie ein offenes Ziel.
Versuchen mit Worten
alles zu verstehen,
doch nichts,
was dich interessiert.
Kein Weg,
kein Ziel
doch eins verspielt:
die Worte,
das Sagen,
das dich
zum Nachdenken erregt.
Viel zu viel,
doch nicht zu wenig.
Ein Teil der Welt
umrandet
durch Zukunft,
durch die nächste Jugend,
die sich unbestimmt geben,
schlechte Taten angeblich erstreben.
Oder für die nächsten Erwachsene
sich schlecht verhalten
so urteilen,
oder in Scherben zerlegt
so plötzlich,
so schnell,
ohne ein Zeichen,
als ob man sich nicht gut verhält
und die Taten und Aussagen
negativ verdreht.
Die Jugendlichen
wollen Stimmen besitzen,
versuchen es
doch die Stimmen werden genommen.
So belächelt
geben sie sich,
wie genommen wird
uns solche Sicht?
Die Stimmen
werden nicht ernst genommen,
nicht akzeptiert.
Gedanken sprudeln verloren,
doch Stimmen sind verflogen
nicht von dir,
nicht von jemand,
sondern von Jugendlichen.
Dargestellt wie eine unnütze Stimme
doch grundsätzlich
fühlt man sich geführt.
Man ringt
und versucht
zu gewinnen.
Doch nach allem,
was man versucht,
wird man nicht ernst genommen,
sondern zum Anschreien verführt.
Man lernt,
man fällt
und wir Menschen
verlieren den Respekt.
Wie wird die Zukunft
für uns Jugendliche bestimmt,
ohne uns zu fragen?
Wir sind doch die,
die alles noch erleben,
versuchen,
eine gute Zukunft zu erstreben.
Die Taten,
die Erwachsene entscheiden,
bringen Auswirkungen,
verursachen Schäden,
nehmen unschuldige Leben.
Wie soll so jemand die Zukunft entwickeln,
wenn wir Jugendlichen
keine Berechtigung
für die Zukunft
in der Gesellschaft vermitteln,
versuchen zu kämpfen?
Wie wollen wir die Erwachsenen
mit unserer Stimme fangen,
wenn man von Anfang an
in Schubladen gesteckt,
ersetzt,
gelenkt
wird?
Hey Laura,
ich weiß nicht, wie du bisher versucht hast, Hilfe zu suchen.
Aber falls du noch nie wirklich direkt mit jemandem gesprochen hast, würde ich dir raten, genau das mal zu versuchen. Such dir jemanden, dem du vertraust, und erzähl offen, wie es dir geht.
Wenn dir das Sprechen zu schwer ist oder zu viel wird, gibt es auch andere Möglichkeiten du kannst zum Beispiel alles aufschreiben und der Person den Text geben. Du könntest auch einfach dein Gedicht zeigen, wenn dir das leichter fällt.
Am wichtigsten ist, dass du eine Person findest, der du vertrauen kannst. Ich hoffe, das hilft dir ein bisschen weiter.
Liebe Grüße,
Nahla
Hallo Nahla,
Ich habe mich gerade gefreut dass du geantwortet hast. Ja manchmal muss man anders rufen, da hast du Recht. Welche Arten kennst du, wie man nach Hilfe rufen kann? Vielleicht hat ja auch jemand anderes eine Idee.
Aber danke für deine Antwort.
LG Laura
Hey Laura,
dein Gedicht klingt, als würde da jemand ganz leise leiden und kaum noch Kraft haben, weiterzukämpfen.
Ich glaube nicht, dass du aufgeben solltest und einfach abwarten musst, bis alles dich überrollt. Vielleicht hast du nur noch nicht den Weg gefunden, der dir wirklich hilft, da rauszukommen.
Manchmal muss man auf eine andere Art um Hilfe rufen eine, die besser gehört wird.
Ich hoffe, du findest diesen Weg.
Liebe Grüße,
Nahla
Hi also ich will auf keinen Fall nerven aber es würde mich freuen wenn irgendwer antworten würde. Ich würde gerne wissen, was ihr zu meinem Text denkt oder wie ihr ihn findet. Vielleicht kann ja jemand was dazu schreiben, wenn er/sie das jetzt gelesen hat. Ist nicht böse gemeint aber ich finde es schade das niemand geantwortet hat.
Ich hoffe das kommt jetzt nicht doof rüber.
LG Laura
Was sind eure Gedanken dazu?:
Die See schimmert blau und die Sonne steht tief,
Ich messe, wie lange es noch dauert, bis sie komplett versinkt.
Mein Leben hat sich stark verändert,
Und dennoch bin ich hängen geblieben.
Ich hatte gehofft, den Sprung ins neue zu schaffen,
Doch anscheinend ist es mir nicht gelungen.
Während ich aufs Meer schaue, fühle ich mich,
Als würde ich im Meer schwimmen.
Hoffnungslos und kraftlos unter der Oberfläche.
Ich bin dabei zu ertrinken,
Und meine ganze Kraft fließt in den Versuch,
Nichts zu verlieren, nichts falsch zu machen.
Die schönen Abende mit den anderen,
Bleiben mir verwahrt,
Weil ich es nicht schaffe,
Eine Kraft aufzubauen,
Die mit mir aus der Koje klettert.
Ich bleibe immer weiter zurück,
Und Versuche alles,
Um meine schmerzen ans Licht zu bringen.
Doch egal wie sehr ich es Versuche,
Ich fühle mich zu alt für eine Gruppe von gleichaltrigen.
Sie haben andere Interessen,
Und ich bin die Außenseiterin.
Mal wieder.
Und niemand bemerkts,
Obwohl jeder auf die anderen so gut aufpassen will.
Die Songs die ich höre,
Spiegeln den Schmerz wieder.
Und doch sind sie in einer, für viele unverständlichen, Sprache geschrieben.
Ich schreie um Hilfe,
Aber ich bin zu leise.
Schlaf ist der einzige Ruhepunkt am ganzen Tag.
Ich schlafe viel und bin noch immer müde.
Vielleicht, ist gleichaltrig nicht mein alter?
Liebe Grüße
Laura
Hey Nahla,
diese zwei Optionen, zwei Fassaden geben nur diese zwei Optionen her und keine davon ist leicht.
Ich habe gedacht, dass es doch noch andere Optionen geben muss.
Es klingt unfrei, befangen, aufgezwungen, nicht wirklich leicht und irgendwie auch schwer.
Was gibt es noch für Schubladen? Es ist noch offen geblieben.
Ich habe mich auch gefragt, ob es etwas ist, was schon länger deinen eigenen Zustand beschreibt oder etwas ist, was deine aktuelle Verfassung wiedergibt? Vielleicht geht es aber nicht unbedingt um dich selbst, sondern um dieses Hin- und hergerissensein von vielen Menschen?
Danke dir fürs Teilen.
Abendliche Grüsse
bke-Kira
Ein Leben aus zwei Fassaden
Ein Leben aus zwei Fassaden
aus Funktionieren oder Versagen.
Ein Leben aus verschiedenen, unkontrollierten, charakteristischen Schubladen.
Eine, die dich versteckt: das Funktionieren.
Dich selbst so versteckt, indem sie dich bedeckt.
Am Anfang klar
ein positiver Aspekt.
Doch immer mehr verlangt das Funktionieren zu viel,
und das ist viel zu schwer.
Ohne einen Stopp,
kein Zurück aus deinem Kopf.
Alles dreht sich ums Funktionieren
oder etwas zu kontrollieren
ohne einen Stopp,
aus Gedanken wurdest du gelockt.
Ein Versagen kam ins Spiel,
wurde zur Fassade,
doch es fühlte sich an wie verdorbene Maden.
Versagen nahm mehr Kontrolle
und erwiderte keins aus dir.
Funktionieren gab mehr Druck.
Versagen verlor keine Zeit mehr
es war wie ein Muss,
um mein Funktionieren zu engagieren.
Aus Kraft, um zu kontrollieren,
nahm mir das Versagen
die Erkenntnis, nicht zu verlieren.
So verlangte er mehr,
und es entspannte sich kein bisschen und alles war leer.
Funktionieren wurde zur tagtäglichen Aufgabe:
um nicht aufzufallen,
um nicht rauszufallen,
um deine Welt herum zu kontrollieren.
Die Schubladen wurden immer leerer,
verlangten mehr zum Füllen.
Nichts leer zu lassen,
nichts Leeres zu erschaffen.
Verlangen wurde keine Aufgabe mehr,
sondern zur Pflicht
und zur Pflicht wurde alles,
was um dich herum wehte oder gehte.
So viel zu rennen,
doch kein Problem so groß
wie das Funktionieren.
Viel zu viel zu kontrollieren.
Kein Stopp,
kein Halt,
außer das,
was dich eigentlich innerlich zerbeißt.
Doch:
Kontrolliertes Funktionieren
fühlt sich an wie Sicherheit.
Wie kommt das bei euch an?
Hallo Nahla,
so wie ich deinen Text gelesen habe, drückst du einen inneren Konflikt aus - das Bedürfnis nach Unterstützung versus die Angst, verletzlich zu sein.
Danke für deine Offenheit und das Teilen deiner Worte.
Was meinen die anderen dazu?
LG bke-Fritzi
In Taten versuche ich dich zu tragen,
doch keiner versteht die Gaben,
ohne etwas zu sagen.
Ich versuche mich zu tragen,
mit Kontrolle, ohne Taten.
Mit Kontrolle versuche ich mich zu führen,
auf eine Art, die ich spüre.
Diese Taten oder Gaben
fühlen sich an wie offene Narben.
Wieso war das ein Thema?
Denn jetzt fühle ich mich fehl am Platz.
Ohne diese negativen Gaben
würde ich dir sagen,
wenn es mir ja nicht gut gehen würde.
Doch die Gaben, die ich trage,
lassen mich überhaupt nichts sagen.
Wie soll ich das denn weiter tragen?
Versuchen, etwas zu sagen,
fühlt sich danach an wie Verraten,
so als ob ich flüchten muss
und den Weg zum Verstecken nutze.
Doch dann bekommt man Hilfe,
doch die Hilfe fühlt sich an wie ein offener Gegner.
Ohne Taten,
die man später nicht mehr umdrehen kann.
Die Hilfe, die ein wenig weiß,
ist wie ein leiser Ton im Eis.
Ich versuche,
doch es funktioniert nicht.
Zusammenarbeiten fühlt sich an wie ein Muss.
Doch eigentlich ist ein Teil da
und versucht, die negativen Gaben zu übermalen.
Doch zusammenarbeiten funktioniert so nicht,
ohne diese Taten oder Gaben zu übermalen.
„Du solltest mal auf die Hilfe hören“,
versuche ich mir einzureden.
Doch alle Schritte fühlen sich an
wie ein Gefängnis ohne Gitter aus Glas,
mit vielen verteilten Splittern.
Was denkt ihr darüber?
Hallo Wilma,
du schreibst einen sehr ansprechenden Text über die Themen Verlust und Abschied und die Frage nach dem richtigen Ort und Zeitpunkt.
Das wirft bei mir Gedanken auf, inwiefern Veränderungen im Leben als Chance für persönliches Wachstum betrachtet werden können?
Lieben Gruß und danke für deine Worte.
bke-Fritzi
wie findet ihr das?
right place, wrong time
Zusammen am selben Tisch, unter demselben Dach.
Die Worte, die wir nicht sagten, schrillen ohrenbetäubend laut in den Ohren.
Der richtige Ort, aber der falsche Moment, um uns zu retten.
Der falsche Ort, aber der richtige Moment, um zu erkennen, dass wir uns längst verloren haben.
Es war nie der Ort, der uns auseinanderbrach, sondern die Leere zwischen zu vielen gesprochenen Worten.
Die Wände aus Unverständnis und Wut, die uns einengten und immer weiter auseinander trieben.
Jeder Blick, der keine Erwiderung mehr fand,
Jeder Satz der zu viel war.
Jeder Schritt der uns weiter von einander entfernte.
Die Jahre, die uns zusammenhielten, waren vergangen,
Das Bild in tausend Teile zerbrochen.
Das Band unumkehrbar zerschnitten.
Ich sehe euch, bekannte Gesichter,
die sich irgendwann nicht mehr erkannten.
Und ich frage mich, ob es einen Moment gab,
in dem ihr beide noch den Blick fandet,
in dem der Abstand nicht zu groß war.
Ob wir alle,
inmitten dieser Stille,
die richtigen Worte hätten finden können,
oder ob wir nur an einem falschen Zeitpunkt
festhielten,
während der Moment längst vergangen war.
Vielleicht war der Ort nie das Problem,
sondern die Zeit,
die uns entwischte,
die uns auseinandertrieb.
Ein falscher Zeitpunkt für das,
was wir nicht retten konnten und doch so sehr retten wollten
Und so bleibe ich zurück,
gefangen in der Frage
ob ich jemals wieder finde,
was ich verloren haben.
Es ist sehr ruhig heute - ich lese gerade ein bisschen rum und finde die letzten Texte von wilma und nahla - der eine - die Engel betreffend - in (eigenem?) Englisch, der andere - eine Begegnung benennend - auf Deutsch.
...
Ich finde beide Texte sehr gelungen.
LG!
They don’t wear white or glow with light,
Their wings are torn from every fight.
Their halos rust from crying skies,
Their hands are calloused from goodbyes.
They don’t descend on beams of gold,
But kneel by beds where hearts grow cold.
They speak in silence, breathe in pain,
And walk through fire, through loss, through rain.
They sit with you when nights are long,
When nothing's right and hope feels wrong.
They do not preach, they do not shine—
But ache and bleed and hold the line.
So if you see one in the street,
With tired eyes and blistered feet,
Don’t turn away, don’t miss the sign:
The realest angels never fly.
Wie denkt ihr darüber?
Im Regen stand ich da, als man mich sah.
Eine Wärme kam zu mir und gab mir etwas aus vier.
Was war das aus vier?
Einst aus weiter Entfernung ein Licht
aus Wundern der Zeiten.
Das zweite war ein Traum,
voller strahlender Rosen.
Sie rochen nach Freiheit.
Das dritte war ein Magnet,
aus vielen Sternen,
die man einst kannte
so klar wie etwas Nahem,
so nah wie etwas, das man schon je kannte.
Das vierte war eine Uhr,
der nächsten Momente,
der nächsten Siege,
der nächsten geschafften Kämpfe.
So gab mir ein Jemand,
der Wärme mir schenkte,
ein viertes der Sehnsucht nach Neuem
in diese Welt.
Hallo Wilma,
Danke für die intensiven Verse, sie regen einenGedanken an: - mein Englisch ist nicht so selbstverstädnlich, dass ich nicht einiges nachsehen musste.
-
Da ist eine Zeile: I wonder if it’s something I’ve done, - sie beschreibt oder benennt etwas, was oft in "der Fachliteratur" zu lesen ist:
dass Kinder/Jugendliche darüber nachdenken, welchen Anteil sie an der Kollision und/oder der Trennung der Eltern haben.
-
Ein sehr belastender Gedanke ist das.
Er drängt sich wohl auf, weil es so schwer zu verstehen ist, dass Eltern es nicht schaffen, fair miteinander umzugehen oder wenigstens fair auseinanderzugehen und dabei alles dafür zu tun, dass die Kinder weiter spüren können: sie haben Eltern.
...
In meiner täglichen Arbeit erlebe ichimmer wieder, wie Kinder/Jugendliche unter die Räder kommen, weil die Eltern sie in ihren Stress so stark einbeziehen.
-
Das ist der Gedanke, den Dein Text bei mir auslöst, ohne dass ich ihn sofort autobiographisch sein lassen muss.
-
Liebe Grüße,
bke - Christian
wie findet ihr das?
I scroll through my feed, a song I know,
Two worlds collide, and I’m pulled below.
The city lights flicker, but they feel so far,
I’m lost in the distance, chasing a star.
The song plays on, but I feel the sting,
Of all the broken things it seems to bring.
My parents' love, now torn apart,
Leaves a hollow space deep in my heart.
Now I’m a bridge, caught in between,
The love that fades, the things unseen.
I watch them fight, I hear them cry,
And wonder why they say goodbye.
I wonder if it’s something I’ve done,
Or if this war has just begun.
I watch the city lights flicker and shine,
While I’m trapped in a battle that isn’t mine.
The beat of the song pulls me deeper still,
A reminder of the pain I can't fulfill.
The world keeps turning, and so must I,
But all I want is to sit here for a while...
Two worlds collide, and I can't decide,
Which life to live, which truth to hide.
Two worlds collide, and I’m left to fall,
Caught between their silence, lost in it all.