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"ich finde, ich mache schon viel" - wow! Was für ein Satz. Schenkst du dir diese Anerkennung auch bitte ganz bewusst? Kannst du auch ein so etwas wie stolz empfinden? Ich finde, du machst wirklich viel.
Wie gelingt es dir, im Hier und Jetzt zu sein, was du so schön beschrieben hast. Hast du Tipps für die Community hier?
Step by Step wiilow! Was morgen kommt, wissen wir alle nicht.
Hut-ziehende Grüße
bke-Betty
Liebe Willow,
ich nehme dich aktuell so konstruktiv und aktiv gegenüber den anderen User*innen wahr - Danke dafür.
Die Worte, die du anderen schenkst, den wertvollen Input, den du verteilst, was davon kannst du denn auch vielleicht für dich nutzen?
Wie fühlst du dich, wenn du diese starken Texte schreibst?
Was würdest DU DIR raten?
Viele Grüße
bke-Betty
Guten Morgen weepingwillow,
ich habe mich gefragt, ob es Müdigkeit ist oder eher die Furcht etwas loszulassen oder zu verlieren?
Deine Wut und deine Traurigkeit in dir klingen nicht nach Müdigkeit, eher nach dem Bedürfnis etwas mitzuteilen, gehört und gesehen zu werden und Neues zu wagen. Dafür müssen aber deine Gefühle von dir selbst akzeptiert werden und gefühlt werden. Ohne, dass du daran zerbrichst.
Wer begleitet dich auf diesem Weg und ich glaube, wenn du noch Kraft brauchst, lass dir Zeit dafür bis zum…..Frühling!!
Alles Liebe und etwas Leichtigkeit und Freude heute wünsche ich dir!
Viele Grüsse
bke-Kira
Liebe willow,
oh puh, das klingt nach echt viel, was da auf dich einströmt und wie viel du von hier und da angefragt wirst. Du möchtest dich bei dem Ganzen am Liebsten verstecken, weil es zu viel ist, zu einengend, so klingt es für mich. Gut, dass du dich hier damit (oder einem Teil davon) nicht versteckst, sondern dich zeigen magst, das finde ich stark und es freut mich!
Eine Lösung weiß keiner für dich, so kann ich in deinem Post lesen. Mhm, eine Lösungsmöglichkeit fällt vielleicht vielen ein aus der eigenen Perspektive (wie z.B. Hundehotel damit ein Klinikaufenthaklt machbar ist). Aber so ein Weg muss ja zu DIR passen. Und es kennt vermutlich niemand einen, der dann auch wirklich gut für dich selbst passt, gehbar ist und in deinem Sinne, für dich zu bewältigen wäre. Aber wir hier können immer gerne mit dir danach schauen wenn du möchstest.
Aber jetzt schaue für dich, wie viel Zeit du grad für dich brauchst und wie viel du - zumindest im Privaten Bereich - für andere da sein kannst und willst. Und wenn du dich mit deiner Freundin triffst dann wünsche ich dir, dass die Zeit mit ihr nicht nur ihr, sondern auch dir gehören darf. Hast du eine Idee, wie das gehen könnte, das du auch etwas davon haben kannst?
Wie geht es eigentlich deiner Hündin, das würde mich persönlich interessieren.
Viele Grüße
bke-Hana
Hey Willow,
ich weiß echt nicht, was ich sagen soll, weil das alles einfach nur richtig scheiße klingt. Du kämpfst so viel, versuchst dir Sachen zurückzuholen, und dann nimmt dir die Krankheit das einfach wieder weg das muss sich so unfassbar unfair anfühlen. Und dann noch mit deinem Hund allein dastehen und keine richtige Möglichkeit haben, dich mal rauszuziehen… Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie schwer das sein muss.
Ich finde aber echt nicht, dass du eine schlechte Freundin bist oder ein schlechter Mensch. Du hast für dich eingestanden, und wenn andere damit nicht klarkommen, ist das nicht deine Schuld. Dieses „Arsch hochkriegen“-Gerede ist einfach nur respektlos, vor allem weil du ja nicht einfach in deinem Elend „ertrinken willst“. Als ob du das alles extra machst. Und dieser Spruch mit den Medikamenten… ich hab echt keine Worte dafür. So was sagt man einfach nicht.
Und ich verstehe voll, dass du mit Leuten redest, aber das Gefühl hast, dass dir trotzdem keiner wirklich helfen kann. Das macht es ja irgendwie noch schlimmer, wenn man sich eh schon allein fühlt und dann merkt, dass niemand wirklich was an der Situation ändern kann. Aber auch wenn’s vielleicht nichts an der Lage ändert, ist es trotzdem gut, dass du nicht alles in dich reinfrisst. Ich glaube, das zeigt auch, dass dir deine Freunde wichtig sind und du sie nicht „zumüllen“ willst, aber du verdienst genauso, dass sie für dich da sind, wie du für sie da wärst.
Mit der Klinik ist das halt auch einfach so eine richtige Zwickmühle. Ich verstehe voll, dass du nicht kannst, wenn du niemanden für deinen Hund hast. Und es ist halt auch nicht einfach nur so ein „Ja, dann such halt jemand anderen“ Ding, weil das halt nicht so leicht geht. Es ist einfach scheiße, dass du überhaupt in so einer Situation bist. Gibt es nicht so Hunde Hotels?
Liebe Grüße
Nahla
Hey Willow,
ich verstehe so gut, wie du dich fühlst. Dieses Gefühl, dass alles zu viel wird und man nicht mehr weiß, wie man das noch schaffen soll… und dann zeigt man mal Grenzen, und trotzdem fühlt es sich irgendwie falsch an. Aber das bedeutet nicht, dass du ein schlechter Mensch oder eine schlechte Freundin bist. Du hast genauso das Recht, für dich einzustehen.
Und ich weiß, es ist schwer, mit jemandem zu reden ich kämpfe selbst damit. Aber wenn sich Leute schon Sorgen um dich machen, dann bedeutet das, dass du ihnen wichtig bist. Und wenn sie dir ihre Hilfe anbieten, dann nimm sie an. Du musst das nicht alleine tragen, vor allem wenn es Menschen gibt, die für dich da sein wollen. Auch wenn es schwerfällt, vielleicht ist es gerade das, was dich ein kleines Stück weiterbringt.
Liebe Grüße
Nahla
liebe betty,
die perspektive darf sich gerne beeilen, nicht dass es zu spät für sie wird...
heute habe ich mich wie die schlechteste hundemama gefühlt. ich wusste es kommen handwerker, dachte die sache dauert maximal 1h. die waren nach über 1h immer noch nicht fertig, ich wusste ich muss los, ich hab ein wichtiges gespräch. also hab ich meine vermieter gefragt, ob sie bitte wieder zusperren können, wenn sie weg sind und bitte anrufen, falls meine hündin zu viel bellt. ich kam wieder, hole die schlüssel ab, kam der kommentar sie müsse jetzt sehr müde und fertig sein. ich hab mich so gehasst. den ganzen tag über. ich weiß, dass es für meinen hund stress pur ist. aber ich habe niemanden. ich kann niemanden fragen. und das jedes mal zu spüren tut höllisch weh. ich komme über den schmerz nicht hinweg. jedes mal reißt es wieder auf...
ich will keine menschen mehr sehen. ich halte das alles nicht aus. niemand kann mehr helfen, alle fühlen sich hilflos. ich mich auch... ich weiß nur ich finde einen weg da raus, doch ich habe keine kraft mehr und mein kampfgeist wird immer kleiner.
danke für deinen schutz vor dem ertrinken. ich mag das meer eigentlich, aber meines hat einen riesigen sturm und hohe wellen. mein meer des lebens hat nur ein ziel: mich untergehen sehen.
ich weiß, dass ich ihnen wichtig bin, aber ich weiß auch, dass sie wegen mir sehr leiden. und ich mag sie zu sehr um für sie eine last zu werden.
hoffe es kommt bald wieder etwas sonne.. im moment kommen nur schlechte nachrichten.
liebe grüße willow
Hey willow,
Hachiko - ich heule! Nur wenn man den Namen schon sagt!
Perspektiven tun sich manchmal in den wildesten Momenten plötzlich auf, ohne dass wir damit rechnen.... Ich wünsche dir das Vertrauen, dass es dir auch passieren kann! Und Hier und Jetzt hast du deine süße Hündin, das ist das Wichtigste!
Bis dahin möchte ich dir einen Schwimmring, Schwimmflügel und Schwimmweste reichen - wie du merkst: ein Ertrinken akzeptiere ich nicht :)
Und wenn du magst auch noch Schnorchel und Schwimmbrille, um neugierig zu bleiben, was unter der Wasseroberfläche so abgeht!
Anscheinend gibt es Menschen, die sensibel auf dich gucken und wahrnehmen, dass es dir aktuell nicht gut geht! Ich hoffe, du nimmst wahr, dass du ihnen scheinbar wichtig bist!
Viele Grüße
bke-Betty
liebe ina,
ich danke dir für deine worte und falls es dich noch irgendwie erreicht, wünsche ich dir, dass dir deine neue arbeit gefällt und viel freude bereitet.
ja stimmt die mochte ich auch. balto kenne ich. der ist echt cool. hab ihn nicht oft gesehen, aber ich mag hunde ja sowieso richtig gerne. oh die statue ist bestimmt richtig cool. es gibt auch eine von hachiko. das ist ein akita inu. dazu gibt es auch einen film. und den mag ich auch gerne, wobei ich oft weinen muss, wenn ich ihn schaue. mein hund ist ein shiba inu. also vom wesen genau dasselbe. kleiner spoiler: hachiko wurde von einem mann beim zugfahren gefunden und er wollte ihn eigentlich nur behalten bis seine besitzer ihn abholen. es hat sich keiner gemeldet, dann wollten sie ihn vermitteln bzw. die frau wollte, weil sie den hund unfassbar anstrengend fand. als sie dann aber gesehen hat wie glücklich die beiden zusammen sind hat sie es erlaubt. er hat den mann immer zum zug begleitet und jeden abend abgeholt. eines tages starb der mann, der hund hat immer wieder am bahnhof gewartet aber er kam nicht. der sohn wollte ihn mitnehmen in sein zuhause aber auch da ist er abgehauen und bis zu seinem lebensende hat er an diesem bahnhof gelebt und gewartet. dort steht auch die statue. meine miniversion ist auch unfassbar treu. (außer sie will jagen) wir haben eine richtig starke bindung und ich bin der einzige mensch den sie wirklich als rudelführer akzeptiert. sie hat ja eine krankheit und zur zeit geht es ihr so so gut. bin so stolz auf die kleine dame. und sie rennt und springt und spielt so viel. wir kuscheln extrem viel. nur kommt das dunkle immer noch viel zu stark durch. an den tagen sind die gedanken so stark, dass nicht mal die liebe zu meiner hündin mir halt gibt. das macht mir große angst.
ich habe diese woche viel doofes erlebt. das was die freundin gesagt hat wirkt stark nach. eine andere freundin meinte sie fühlt sich hilflos, weil sie nicht weiß wie sie mir helfen kann. und dann wurde mir auch gesagt, dass ich sehr mitgenommen aussah bzw. gar nicht gut und was los sei. nur wie sage ich was in meinem kopf passiert? wie teile ich die last? ich ertrinke daran. nur weiß ich nicht was ich tun kann. ich versuche zu reden, ich suche aktiv hilfe. aber jede hand die ich greife ist genauso schnell wieder weg.
ich weiß nicht mehr warum ich es versuchen soll, klar für meine hündin, aber danach? wer weiß wie alt sie noch wird...
es gibt keine gute zukunftsperspektive finde ich...
liebe grüße willow
Liebe willow,
oh Kindheitshelden, ein wunderbares Thema. Ich mochte alle "Kleinen" von Otfried Preussler (Die kleine Hexe, das kleine Gespenst, der kleine Wassermann...), keine wirklichen Helden, aber liebenswürdige Figuren mit Witz. Ein Kindheits-Held war für mich Balto. Kennst du den Film? Ich weiß nicht wie alt ich war, als ich den zuerst gesehen habe, aber ich habe ihn immer und immer wieder geschaut. Und obwohl im Film gesagt wird, dass die Geschichte auf einer echten Hundefigur basiert, war das für mich als Kind gar nicht so wichtig. Und irgendwann, Jahre später stand ich als junge Erwachsene im Central Park in New York vor Baltos Statue. Ich wusste nicht, dass sie da steht, ich bin einfach rumspaziert und da war sie. Das war ein überraschend rührender und schöner Moment.
Und du hast eine ganz eigene Hunde-Heldin bei dir.
Uff, da hast du heute wirklich einen heftigen Tag gehabt. Ich kann verstehen, dass dir da gerade nach hinschmeißen ist. Und ich bewundere deine Hartnäckigkeit. Ja, du hast schon ganz viel geschafft und gekämpft und du wirst wieder eine Lösung finden. Das in so einem Moment so klar formulieren und sehen zu können, ist nicht selbstverständlich. Ich würde behaupten, dass da dieses Wochenende innerlich ganz schön viel ging. Ich wünsche dir heute einen ruhigen Abend mit viel Hunde-Kuscheln.
Liebe Grüße
bke-Ina
liebe betty,
ein held.. oh das ist tatsächlich schwierig. winnie pooh mag ich auch richtig gerne. dumbo mag ich auch gerne. er war anders und doch besonders und weil er ein elefant ist mag ich ihn einfach. und er hat es geschafft obwohl er alleine war. ich mag auch die szene wo seine mama ihn auf dem rüssel schaukelt und gar nicht ihren schmerz und ihr eingesperrt sein zeigt. weiß nicht. ich kann mich nicht an alles von dumbo erinnern, aber ich mag den film sehr.
aber winnie pooh zitate sind schon echt schön.
dieses wochenende ging nicht viel. wir haben uns viel ausgeruht. gerade kam sie während ich getippt habe und hat sich ganz lange kuscheln lassen. sie kommt dann immer, schnüffelt an meinem auge, schleckt es ab und drückt dann ihren kopf an meinen bauch, damit ich gut streicheln kann.
heute war ein schwerer tag. eine freundin hat mir sehr deutlich zu verstehen gegeben, dass ich ein versager bin. dass ich mich nur anstrengen müsse und ja gar nicht will, dass es besser wird. das hat getroffen und tut es immer noch. ich weiß, dass ich eine entäuschung und last bin. ich werde zu ihr erstmal große distanz aufnehmen. blöderweise ist sie die einzige, die meinen hund nehmen würde, wenn ich in eine klinik gehe. aber ich werde einen anderen weg finden. ich muss schon so lange alleine kämpfen, dann muss es diesmal auch gehen.. ich stehe alleine in meinem großen sturm.. wie immer. ich weiß, dass es für jeden außenstehenden so schwer ist zuzusehen wie es mir geht. aber ich hab schon so lange keinen kontakt mehr zu den menschen und ich kämpfe. ich kriege immer wieder gesagt, dass freunde nicht mit mir tauschen wollen würden, das andere in meiner siutation drogenabhängig wären usw... ich kriege auch gesagt, dass es krass ist, dass ich überhaupt so arbeiten kann.. ja... mir ist nach allem hinschmeißen und mich erstmal zurück ziehen. da gingen zu viele pfeile durch den sturm. und jeder hat getroffen...
danke für deine worte.
liebe grüße willow
Liebe willow,
dein Kontakt zu den zarten, freudigen Momenten, in denen du dich wieder wie ein Kind fühlst, rühren mich an. sofort musste ich an meine Kindheit und meine Heldin aus dieser Zeit denken: Pipi Langstrumpf! ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt. ich wollte immer wie Pipi sein und versuche mir das manchmal noch heute wieder ins Gedächtnis zu rufen. Pipis Umstände waren nicht leicht, keine Eltern anwesend, auf sich allein gestellt und doch ein Leben gelebt, was selbst Tommi und Annika aus ihrem behüteten Elternhaus manchmal beneiden.
Wer mich auch immer begeistert hat war Winnie Pooh.
"Ferkel, welchen Tag haben wir?"
"Es ist heute."
"oh mein Lieblingstag"
Hast du auch Held*innen aus deiner Kindheit, die auftauchen, wenn du wie ein kleines Kind unterwegs bist? Welche sind das und was hast du von ihnen vielleicht mitnehmen können?
Schön, dass du diese wertvollen Momente hast :) ich wünsche dir mehr davon!
Liebe Grüße
bke-Betty
hallo,
leider können wir auch diese woche nicht wandern, aber ich hoffe mittwoch können wir endlich wieder. heute haben wir eigentlich nur geschlafen. mein körper ist wieder am ende, tut höllisch weh. die therapie wirkt körperlich oft sehr nach. bewegen geht heute nur mit starken schmerzen. wir konnten auch nicht so lange laufen gehen heute. aber haben versucht das wetter zu nutzen.
hier sind viele jahrestage gerade.. jeder wirkt einzeln besonders... zeit zum durchatmen bleibt kaum. aber bald ist es hoffentlich vorbei. im moment verliere ich mut und hoffnung. wie weiter kämpfen in einer welt die sich nicht ändern wird? meine lebenswirklichkeit wird immer anders sein. ich habe freunde, aber keine familie. und den teil der familie, die ich habe gefährden meine sicherheit und erkaufen sich meine nähe mit geld. wie entscheidet man? irgendwie eine so große welt in der ich immer völlig alleine stehe... immer mal kommt jemand vorbei und hält kurz hand und dann bin ich alleine mit dem großen sturm. in manchen dingen bin ich wie ein kleines kind. freue mich oder bin genauso unsicher und erkunde die welt immer neu. doch ich muss den teil beschützen. den dürfen nicht viele sehen. er ist zu zerbrechlich... oft wünsche ich mir diese eine person zurück. die person die mir früher mein leben gerettet hat. ich hoffe sie wusste was sie für mich bedeutet. es wird immer mühsamer und ich frage mich wie lange es noch geht. mein körper kämpft auch sehr. durch das verkrampfen und andere symptome kann ich oft schwer aufstehen oder falle fast um wenn ich es tue. ich weiß ich muss die stärke weiter in mir tragen. nur möchte ich aufhören. wer bestimmt, dass ich weitermachen muss?
ich bin froh, dass mein hund hier ist. ohne sie wäre ich es nicht mehr. glaube ohne sie würde ich gar nicht mehr aufstehen. sie genießt aber auch, wenn wir zusammen einen mittagsschlaf machen wie heute. sie ist ein unfassbar liebes kleines wesen. und dennoch ein kleiner freigeist. heute hat sie draußen ihre freiheit in vollen zügen genossen und versucht mich auszutricksen.
keine ahnung wie neue kraft kommen soll. ich bin müde. aber ein müde das mit schlafen nicht weggeht.
schönen abend.
liebe hana,
wir waren leider nicht wandern. sie hat sich gestern so überanstrengt, dass wir heute pause gemacht haben. ich hatet auch richtig viel zu tun und bin heute sehr müde. ich will aber vor heute abend nicht schlafen. dafür waren wir bei einem see laufen heute morgen. alles war gefroren und die sonne hat gestrahlt. alles hat dadurch geglitzert. ja ich sehe meine kompetenz auch, es ist nicht perfekt, aber ich gebe mir richtig müde. nur wenn ich dann meine kollegin sehe wie gemein sie zu den kindern ist und wie sie gegenarbeitet, dann werde ich richtig traurig. hm, ich habe ja schon 2,5 jahre therapie. es sind fortschritte da, aber das große thema können wir immer noch nicht sehr viel berühren. und ich würde so gerne einfach damit abschließen. nur wie? ich hatte hoffnung in der klinik vielleicht etwas kontrolle abzugeben und somit an dem großen thema arbeiten zu können. nur fühle ich mich gerade nicht wirklich bereit dazu. danke für deine worte. ich hoffe, dass sie es gut hat. manchmal schaffe ich durch meine psyche vieles nicht. aber ich gebe alles was ich k ann. gerade liegt sie glücklich da und schläft. ich hoffe ich schaffe die woche, in der befindet sich ein schwieriger jahrestag. meine kraft ist ja jetzt schon sehr gering. und es ist viel druck da. ich werde denke ich gleich versuchen zu lesen... ein wenig kopfpause wäre gut. schöne woche, willow
Liebe willow,
das hört sich schön an mit den Sonntagswanderplänen, bin schon gespannt, wo es am kommenden Wochenende hingehen wird :-)
An den Arbeitstagen, so schreibst du, ist eine ganze Menge die du schaffen sollst. Ausgleichen für die Kollegin und eine Reihe von Anforderungen und Stress. Echt viel, was dir zugemutet wird. Und, so lese ich auch heraus, zugetraut wird. Nur du kommst mit dem einen Kind klar. Daraus lese ich, dass dir eine ganze Menge an Kompetenz zugesprochen wird. Ich persönlich kann mir ja gut vorstellen, dass du richtig gut mit den Kindern klarkommst die besondere Bedarfe haben und auf sie eingehen kannst. Ich hoffe, du kannst das auch so sehen?
Klinik und Therapie ... 10 Jahre sind eine lange Zeit, da stimme ich dir zu. Ich denke aber, dass in 10 Jahren Therapie, also sollten es so viele werden, Stück für Stück ja immer auch wieder eine Menge an Entwicklung und Veränderung passieren, die in eine gute Richtung führen können. Immer einen Schritt weiter.
Du hast riesige Angst nochmal in eine Klinik zuz gehen, aus ganz unterschiedlichen Gründen. Aber irgendwie scheint es auch so, dass du denkst, trotz allen Erschwernissen und Mauern könnte dich ein Klinikaufenthalt weiterbringen. Hier bin ich neugierig, was das sein könnte, vielleicht magst du das ja schreiben?
Ich freue mich über Berichte zu Erlebnissen mit deiner glücklich über Wiesen rennende Hündin und die Sterne, die du mit uns teilst. Das sind so schöne Eindrücke, die ich gerne nehme an diesem Abend. Und auch alles andere was du mit uns teilen magst lese ich und lesen wir gerne. Alles liebe und bis bald
bke-Hana
die denkt, dass deine Hündin es richtig gut bei dir hat
liebe ina, das wandern plane ich zur zeit jeden sonntag. das ist mir sehr wichtig geworden. bin gespannt wo es dieses mal hin geht. das mit dem druck und stress hat jetzt ein neues level angenommen... auf arbeit gibt es eine neue aufgabe, die ich auch schaffen muss. weil ich meine kollegin entlasten soll. das tun sie auch nur, weil offensichtlich nach außen ist wie es ihr geht. bzw. glaube die haben auch angst, dass es ne beschwerde gibt. angeblich sorgen sie sich auch um mich. ganz sicher nicht. wie oft ich gesagt hab, dass es nicht gut läuft und wie die kollegin mich anzickt. aber gut. ich weiß, dass ich es kann, die frage wird nur sein welchen preis werde ich zahlen. die struktur hilft und ich habe zum beispiel auch zu hören bekommen, dass nur ich mit dem einen kind klar komme und ihm niemand helfen kann... ja. heute war viel trauer da. ich weiß auch warum. die kollegin hat zwar nicht nach hilfe gefragt aber weil man sich sorgen macht wegen bestimmter verhaltensweisen bzw. wie sie mit kindern umgeht, wird gehandelt. ich sage seit ich zurück aus der klinik bin, dass es schwer ist. ich kämpfe mein ganzes leben. ich muss um jede hilfe kämpfen. so dumm... gerade weiß ich nicht was ich will. ich habe riesige angst vor einer klinik, ob ich wieder die ersten wochen nicht ansprechbar bin, ob ich meine ziele erreichen kann usw. dann auch krankengeld, wer nimmt den hund usw... ich versuche stabilisierung. aber ich will halt nicht 10 jahre therapie machen. was nicht schlimm wäre, aber das wäre ne verdammt lange zeit. ich würde gerne leben dürfen. nur die äußeren umstände erschweren es mal wieder. leider habe ich an schlimmen tagen so viele mauern, dass nicht mal meine hündin durch kommt. die tage sind die schlimmsten, weil ich mir dann unheimlich vorwürfe mache. ich schaue mal, welche methode oder so ich verwenden kann. danke für deine wünsche. heute waren wir im ganz dunklen auf den feldern. am himmel waren so viele sterne. das sah richtig toll aus. ein paar fotos konnte ich machen. ich teste zur zeit die nachtfunktion meines handys. meine hündin ist auch über die wiese gerannt und war so glücklich. liebe grüße willow
Liebe willow,
schön, dass das Wandern zumindest manchmal für einen Moment alles gut sein lassen kann.
Du funktionierst gerade, obwohl es dir nicht gut geht. Ich stelle es mir unheimlich anstrengend vor, den Erwartungen hinterher zu "hecheln" und zu merken, dass es z.T. einfach nicht klappt, diese zu erfüllen. Wäre es möglich, da etwas Druck und Stress raus zu nehmen? Dich z.B. ein paar Tage krank schreiben zu lassen, zur Ruhe zu kommen, Kraft zu tanken und sich dann wieder den Erwartungen stellen? Oder tut das Arbeiten auch gut, weil es Struktur gibt, du merkst, dass du noch funktionieren kannst, es schöne Kontakte gibt...?
Du überlegst dir, im Frühling nochmal in die Klinik zu gehen, oder vielleicht doch bis Herbst zu warten. Hast du eine Tendenz? Bzw., wenn du merkst, dass es gut tun könnte/nötig wäre, was spricht aktuell dagegen?
Du suchst dein Gleichgewicht zwischen Leistung erbringen und Aufarbeiten. Das ist sicher nicht einfach und ich denke, es kann auch von Tag zu Tag unterschiedlich sein, welches Verhältnis da stimmig ist. Ich kann gut verstehen, dass du in der Therapie vorwärts kommen möchtest. Gleichzeitig, wenn du bemerkst, dass du gerade nicht stabil bist und sich dein Zustand eher in die falsche Richtung entwickelt, könnte es sinnvoll sein, ein bisschen zu bremsen und vielleicht erstmal eine Stabilisierung anzustreben.
Ja, wahrscheinlich wird es nichts geben, was einfach immer hilft (außer vielleicht kuscheln mit deiner Hündin), aber dafür ist es ganz gut, ein paar Strategien im Köfferchen zu haben. Du kennst ja schon einige Dinge, die dir manchmal helfen. Vielleicht spürst du in gewissen Situationen, welche Strategie gerade helfen könnte und vielleicht musst du in anderen Situationen 2-3 probieren, bevor eine Hilft. Das braucht natürlich auch Zeit und Kraft und ist nicht in jeder Situation möglich. Vielleicht können auf Arbeit anstelle von Achtsamkeitsübungen unauffällige Atemübungen, oder eine kurze 5-4-3-2-1 Übung helfen?
Ich wünsche dir, dass du heute Nacht erholsamen Schlaf findest und schicke dir ein warmes, helles Lichtlein, dass dich durch die Nacht begleiten soll.
Liebe Grüße
bke-Ina
liebe betty,
eigentlich in keinem. immer ist da die müdigkeit, überforderung durch reize, anstrengung, ängste usw. ich hab selten momente wo alles mal kurz okay ist oder gut. beim wandern geht es manchmal, manchmal hab ich aber auch die ganze runde panik. ähnlich beim spazieren gehen. es gibt dinge, die einen tag super funktionieren und dann gar nicht. im moment ist es wieder nur funktionieren. ich weiß was erwartet wird, kann es aber manchmal einfach nicht leisten. ich schlafe seit einigen tagen wieder kaum, wache mit panik auf, traue mich nicht einzuschlafen. das macht sich bemerkbar, weil ich von früh bis abend ohne pause auf den beinen bin. die einzige ruhezeit ist nach den aufgaben im bett. da lese ich oder sonst irgendwas. wobei der kopf je müder er wird auch nicht mehr lesen kann. ich überlege wieder, ob klinik jetzt im frühling gut wäre. oder ob ich bis herbst warte. wie ich weiter vorgehe usw. was ich in der therapie wie angehen kann. ich würde gerne mehr fortschritte sehen. ich bin instabil und es wird eher schlimmer als besser. ich weiß nicht wie ich weitergehen soll und wie ich gleichgewicht zwischen leistung/funktionieren und aufarbeiten/therapie schaffen soll. im moment bin ich überlastet. aber hab auf arbeit so viele baustellen..
ich kenne achtsamkeitsübungen. aber manchmal geht einfach gar nichts mehr. da konnte ich als es fast zu viel war nichts machen, weil die rahmenbedingungen andere ziele hatten. kann ja nicht plötzlich auf arbeit sagen ich gehe oder ich erldige meine pflichten und termine daheim nicht mehr.
musik hilft manchmal, wobei das oft auch eher nur da ist um anderes zu überdecken. kommt drauf an was ich höre und wie.
ich weiß, dass ich nichts finden werde was immer hilft. aber oft hilft halt auch gar nichts. und mein körper braucht schlaf. aber meine psyche rebelliert. weiß nicht was mir meine psyche sagen will. zur zeit kommen teils wieder bruchstücke erinnerungen. dinge die nachwirken. und keine ahnung was ich damit tun soll. ich fühle mich verloren in der welt. ich verliere alles um mich irgendwie. oder ich passe gar nicht rein. wie ein fehler.. aber das passt auch zu allem was gerade so präsent ist..
liebe grüße willow