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Hi Flower,
das ist bestimmt nicht so einfach. Theoretisch kannst Du zum Jugendamt und dort sagen, dass Du auf keinen Fall heimgehen wirst. Bist Du aktuell in einer Jugendhilfemaßnahme? Dann wäre es einfacher.
Wie sieht es mit Verwandten und Freund:innen aus? Es geht ja nur um eine kurze Zeit. Was ist mit der Einrichtung, in der Du jetzt bist? Können die Dich nicht unterstützen? Die wissen sicher von Deiner Not?
Ganz viele Grüße,
bke-Stephan
Hey,
mir geht’s immer noch so schlecht :(
Werde jetzt am Montag entlassen und bin jetzt auf der Suche nach einer Notschlafstelle.. Ich will nämlich auf keinen Fall zurück nach Hause. Aber bis ich eine TWG finde dauert es noch etwas… Deshalb brauch ich eine Notschlafstelle für den Übergang von Klinik zu TWG… Aber wenn ich keine finde, muss ich mich entweder der Hölle zuhause aussetzen oder aber auf der Straße schlafen. Keine Ahnung was ich tun soll.
LG Flower
Hey,
danke für eure Nachrichten. Für eine lange Antwort habe ich gerade keine Kraft tut mir leid.
Kira, ich kann nicht zu den Termin gehen weil ich in der geschlossenen zurück bin, keinen Ausgang habe und eine Gefahr für mich selbst darstelle wenn ich alleine irgendwo rumlaufe.
LG Flower
Hey
Flower
,es tut mir so unendlich leid, wenn ich lese, wie beschissen es dir gerade geht. Bitte mach dich selbst nicht so fertig und nenne dich nicht dumm – du hast absolut das Richtige getan weil du noch ein paar Tage in der Klinik sein darfst ich weiß danach wir es schwär aber das giebt es bestimmt ihrgenwie eine Lösung und wenn es nur eine kleine ist ok Es war verdammt mutig und wichtig, der Ärztin ehrlich zu sagen, wie schlecht es dir geht. Nur so konntest du im Akutmoment geschützt werden.Dass du jetzt so eine Panik vor den 5 Tagen hast und das Gefühl hast, danach ganz alleine zu sein, ist total verständlich. Aber bitte gib die Hoffnung für die Wohngruppe nicht auf!Gerade auf der geschlossenen Akutstation gibt es einen Sozialdienst. Sag den Ärzten oder dem Pflegepersonal dort morgen früh bitte sofort Bescheid der kann das Regel dass du eigentlich dieses wichtige Vorstellungsgespräch für die Wohngruppe gehabt hättest.und du kannst bestimmt mit denen telefoniert ich weiß ist zwar net das selbe aber trotzdem Das Personal dort kann und muss in der Wohngruppe anrufen, die Situation erklären und den Termin verschieben. Die können sogar helfen, dass der Platz für dich reserviert bleibt, damit du eben NICHT nahause musst.Du bist nicht allein mit diesem Mist ich weiß es fühlt sich momentan so an weil dir auch keine richtig zu hören will aber wir sind für dich da und ich besonders ok Pass auf dich auf und aufgeben machen wir nicht OK
Du schaffst das flower .
🫂✨🫶🏻🤗
LG
Bianca
Liebe Flower,
es ist nicht einfach gerade Worte und Ideen zu finden, weil ich dir Unterstützung und weitere Planung dort, wo du gerade bist, wünsche. Klar, dass es nicht auf der Akutstation passieren wird, grosse Pläne zu schmieden und es gerade mehr um deine Stabilisierung geht und die Frage, was du im Moment ganz konkret brauchst. Ich denke aber, so wie ich dich lese, dass es in deinem Sinne ist, noch dort zu bleiben? Du hast dich aufgeregt auch dort, nehme ich an? Gut so: du kämpfst für dich! Leider hast du aber das Gefühl, dass niemand dich versteht. Das tut mir leid.
Eine Sache ist mir jedoch nicht klar. Du schreibst, dass du morgen ein Vorstellungsgespräch für eine Wohngruppe hättest und dort nicht hin kannst. Was steht im Weg? Warum kannst du nicht hin?
Ich wünsche dir etwas Ruhe heute Abend.
Stärkende Grüsse und Möglichkeit zur Ruhe zu kommen!
bke-Kira
hey,
hm also ich bin jetzt wieder auf der geschlossenen Akutstation statt zuhause.. Hier darf ich jetzt wohl noch 5 Tage bleiben und dann geht’s aber sofort nach Hause ohne teilstationären Aufenthalt danach noch. Das ist echt alles Scheiße, sorry dass ich das so sage. Heute haben die mich zwar mal ernstgenommen und die Ärztin hat mich hier wieder hier hin gebracht aber… jetzt wenn ich weiß ich bin dann in 5 Tagen wieder komplett alleine ohne irgendwelche Hilfe dann wird alles nur noch schlimmer. Keine Ahnung was schlimmer ist 5 Tage weiterer vollstationärer Aufenthalt oder 14 Tage den ganzen Tag in der Klinik dafür die Nacht zuhause immer… Keine Ahnung ob ich nun richtig entschieden habe, aber bei dem Gedanken daran in 5 Tagen wieder ganz zuhause zu sein wird mir mehr als schlecht… Ich verstehe nicht, warum man es mir so schwer macht.. Egal worum es geht. Niemand scheint zu verstehen wie schlecht es mir wirklich geht. Ich hätte morgen auch ein Vorstellungsgespräch für eine Wohngruppe gehabt wo ich ja nun auch nicht hin kann. Ich fühle mich so dumm und beschissen. Aber hatte keine andere Wahl als zu sagen der Ärztin wie schlecht es mir geht. Sonst hätte sie es nicht verstehen können. Da wusste ich ja auch noch nicht dass ich auf der geschlossenen Station auch nur 5 Tage bleiben kann und danach ganz normal nach Hause gehe ohne weiterführende Therapie. Wenn ich das gewusst hätte…. Ich bin so dumm einfach. Ich habe ausschließlich Hass in mir gerade auf meine Situation und auch auf mich.
LG Flower
Liebe Flower,
ich habe deine Nachricht gelesen und möchte dir sagen, dass ich sehr gut nachvollziehen kann, wie schwer die aktuelle Situation für dich ist. Es tut mir leid, dass du dich so allein gelassen und nicht ernst genommen fühlst und keiner richtig Zeit für dich zu haben scheint.
Auch wenn es sich im Moment vielleicht nicht so anfühlt: Du bist nicht allein. Es gibt Menschen, denen du wichtig bist und die sich um dich sorgen. Es ist stark von dir, dass du dich trotz allem mitteilst und offen über deine Gefühle sprichst. Das zeigt, wie viel Kraft in dir steckt, auch wenn du sie gerade nicht spürst.
Gerade fühlt sich alles überwältigend an und es scheint, als würde sich nichts ändern. Doch weißt du, dass auch dunkle Zeiten vorbei gehen und es gibt immer wieder Momente, in denen es ein kleines bisschen heller wird. Gib dir selbst die Zeit, die du brauchst, und sei nachsichtig und liebevoll mit dir. Darin kannst du selbstwirksam und unabhängig von Helfern im Außen sein.
Ich hoffe sehr, dass deine Beraterin sich bald bei dir meldet und du Unterstützung bekommst. Bis dahin: Bitte gib nicht auf. Du bist wertvoll, und es lohnt sich, weiterzumachen, auch wenn es dir gerade schwer fällt das zu glauben.
Ich wünsche dir von Herzen viel Kraft und Zuversicht für die nächsten Schritte.
Alles Liebe
bke-Tom
Morgen…
ich werde heute entlassen :/ Ich bin einfach komplett fertig und kann nicht mehr. Mich nimmt hier niemand ernst. Egal was ich sage wie schlimm es mir geht. Niemand macht etwas. Ich hasse es.. Ich bin eine Gefahr für mich selbst wenn ich wieder komplett alleine zuhause bin, selbst wenn es nur nachts ist. Ich verstehe nicht, wie die mich einfach gehen lassen können. Ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Ich hoffe dass meine Beraterin mir heute antwortet.. Ich hatte ihr gestern eine Mail geschrieben, wie es mir geht und was los ist.. Aber gegen meine Entlassung kann sie auch nichts machen. Ich hasse es echt so sehr. Ich kann nicht mehr. Es fühlt sich einfach so an wie ein kompletter Kontrollverlust.
Liebe Grüße
Flower
Guten Morgen Flower,
die Perspektive ist die TWG. Der Weg dahin ist noch einmal steinig und anstrengend. Doch ist da eine Perspektive.
Da bedeutet, du benötigst Hilfe und Unterstützung besonders ab Dienstag, bzw. 14 Tage später noch etwas mehr, wenn die Tagesklinik vorbei ist.
Was ist auf dem Weg an Hilfe da, die Beratungsstelle vor Ort, deine Mailberaterin, wir hier und da ist auch in der Klinik noch das Gespräch mit deiner Mutter. Ein bisschen Hoffnung habe ich da aus der Ferne schon, vielleicht begreift sie immerhin, dass es so wie es bisher war eben nicht weitergeht. Sie hat möglicherweise auch Angst davor. Das ist aber nicht deine Verantwortung. Du wirst deinen Weg gehen und sie muss lernen, dass dein Weg ein anderer ist.
Vielleicht kann man in dem Gespräch ein Minimum an Regeln festlegen, damit du dich sicherer fühlst. Was brauchst du unbedingt an Rahmenbedingungen?
Und hier im Forum bist du nicht allein.
bke-Claudia
Ich wünsche dir aber auch eine gute Nacht und bis morgen oder so. :)
Hey nochmal,
vielen Dank für deine lieben Worte.. Ich kann's gerade ehrlich gesagt nicht so ganz glauben, dass irgendwas besser wird... Aber ja, ich versuche deine Worte anzunehmen... :/ Ich will gerade einfach nur aufgeben... Es geht mir so schlecht. Aber ich versuche es, irgendwie weiterzumachen, auch wenn ich nicht weiß, wie.
Liebe Grüße Flower
Duschen,was spielen,und wesche machen ist doch schon mal was hast du schon mal mit zeichnen ausprobiert?
Aufgeben ist keine Lösung ich weiß wie schwer es ist kämpfen ist wichtig OK du bist nicht alleine ich würde dir so gerne persönlich helfen aber geht leider nicht aber aufgeben geht nicht egal wie schwer es ist ich wollte auch aufgeben aber wir kämpfen jetzt zusammen OK du schreibst jeden Tag hier in den Forum OK wir schaffen das und ich lasse dich net alleine .👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻 ✨🫶🏻🍀🍀Ich wünsche dir eine gute Nacht ok Flower und du hast noch dein ganzes Leben vor dir egal wie steinig der Weg ist er wird auch wieder gerade OK .🫂👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻👍🏻
weiß nicht.. wollte eigentlich meiner Mailberaterin schreiben.. aber krieg's irgendwie nicht hin.. Vielleicht ist gerade nicht so der richtige Zeitpunkt.. wollt jetzt noch Wäsche machen, Duschen und dann vllt was spielen...
Ich weiß flower nicht aufgeben OK
Gibt es ihrgenwas was du Grade machen kann wo dich ein bisschen ablenken tut ich weiß es ist net einfach aber vielleicht gibt es zu mindest ihrgenwas kleines .🤗
Weiß nicht.. Ich kann gerade einfach nicht positiv denken. Mir geht es einfach so schlecht... Bin froh wenn ich morgen wieder in der Klinik zurück bin.. Bin ja gerade zuhause. Aber alles an was ich denken kann ist, dass ich am Dienstag wieder zuhause bin und dann jede Nacht zuhause schlafen muss. Ich packe das alles einfach nicht.
Hi Häsin,
mich macht es tatsächlich auch wütend.. Du glaubst nicht, wie oft ich kurz vorm Explodieren bin und einfach nur schreien oder sowas könnte.... Aber wenn ich einen Wutanfall bekomme ist auch niemanden geholfen... Und in der Klinik fühle ich mich eben absolut nicht verstanden... Die einzige die mich dort versteht, ist die vom Sozialdienst, aber die kann auch nichts anderes für mich tun, als mir bei der Suche nach der TWG zu helfen, mit den Ärzten oder Pflege zu reden um noch irgendwas an dem Entlassungsdatum zu ändern kann sie leider nicht :/ Ich habe es schon so oft jetzt versucht den Ärzten und Pflegern zu erklären, und die scheinen meine Situation einfach komplett falsch einzuschätzen und mich überhaupt nicht zu verstehen... deshalb habe ich nun damit aufgehört, mich immer wieder zu erklären und auf Verständnis zu hoffen, stattdessen verdränge ich die Gefühle halt jetzt... Weil wenn ich immer wieder mich an einer Erklärung versuche, schade ich mir im Endeffekt nur selbst, weil ich immer wieder aufs Neue enttäuscht werde und mich jede Enttäuschung und fehlendes Verständnis nur immer tiefer in die Abwärtsspirale treibt... deshalb versuche ich nun anzunehmen, dass die Klinik für die Suche nach der TWG und die Diagnosestellung gut war, aber die mich einfach nicht verstehen und dass es okay ist.. Trotzdem hat mir der Klinikaufenthalt in den zwei eben genannten Punkten etwas gebracht und jetzt muss ich eben sehen, wie es weiter geht.. Auch wenn es mir sehr weh tut, dass ich nicht mal in der Klinik verstanden werde.. aber ja, damit muss ich mich wohl oder übel abfinden.
Leider habe ich keine Freunde und sonst auch keine Familie, wo ich hin könnte.. Mit meinem Vater besteht kein Kontakt und ich habe nur noch eine Tante, die mehr als 400 km entfernt wohnt.. die aber auch mütterlicherseits ist.. also quasi ,,Verbündete" von meiner Mutter, die Tante würde meine psychische Erkrankung auch nicht verstehen und daher keinen Schutzraum für mich bieten, leider. Daher bleibt nur im absoluten Notfall das Frauenhaus, aber das möchte ich halt möglichst vermeiden... Aber ich habe so eine große Angst vor dieser Zeit jetzt... Vor allem weil meine Mutter wahrscheinlich schon irgendwann nächste Woche (durch ein Angehörigengespräch mit meiner behandelnden Ärztin sowie der Sozialpädagogin vom Sozialdienst) davon erfahren wird, dass ich in eine TWG ziehen möchte... und da sehe ich ehrlich gesagt die komplette Eskalation bevorstehen.. vor allem wenn sie von dem Kontakt mit dem Jugendamt erfährt.. Sie wird es halt direkt als Angriff gegen sich und ihre Fähigkeit als Mutter sehen und dass ich ihr jetzt weg genommen werde... Da ich über 18 Jahre alt bin, bin ich allerdings nicht mehr in ihrem ,,Besitz", das ist kein Kind, aber da ich über 20 Jahre bin kann und muss ich losgelöst von meiner Mutter für mein eigenes Leben die richtigen Entscheidungen treffen und dafür sorgen, dass es mir besser gehen kann. Und dafür erachte ich die Wohngruppe als sehr notwendig und dass sieht die Klinik als auch meine Beraterinnen (sowohl hier meine Mailberaterin als auch die Beraterin von der Beratungsstelle) genauso, auch wenn es mir sehr schwer fällt, so für mich einzustehen.. Nur hat meine Mutter eben extreme Angst mich zu verlieren und möchte die Kontrolle behalten.. und das wird als Kontrollverlust enden. Während diesem Gespräch wird sie sich wahrscheinlich noch zusammenreißen, weil sie nie möchte, dass andere Menschen ein schlechtes Bild von ihr als Mutter haben, aber wenn wir dann wieder zuhause sind, befürchte ich leider schlimmes :(... Ich bin zwar dennoch froh, über die Möglichkeit zu diesem Gespräch... damit man ihr das in einem geschützten Rahmen und mit Hilfe von Fachpersonal erklären kann.. Sowohl meine Erkrankung als auch, dass es nun besser für mich wäre, in einem geschützten Rahmen den Umgang mit meiner Erkrankung zu lernen.. Aber ich habe trotzdem extreme Angst vor den Folgen dieses Gesprächs.. Wenn ich nach dem Gespräch noch viel länger weiter mit ihr zusammenwohnen muss, wird es ziemlich sicher halt extrem eskalieren und dass ist ein weiterer Punkt der mir so eine schlimme Angst macht.. Die nächste Zeit wird einfach sehr schwer für mich.
Liebe Grüße
Flower
Sehr gerne flower ✨✨✨
Du schaffst das OK ich weiß es ist alles scheiß und extrem schwer aber du bist unfassbar stark und du schaffst das wir sind alle da für dich und vielleicht ist das frauenhaus doch eine Option (das hat mir meine Beraterin auch vorgeschlagen) und die helfen dir bestimmt vielleicht wenn du deine Beraterin fragst ob sie sich informieren kann du bist stärker als du denkst und mutig sowieso 🤗🌟🍀🍀🍀🍀🍀 und du bist nicht alleine ich weiß es fühlt sich momentan so an aber wir stehe alle an deiner Seite. 🌟🍀 Und ich verstehe auch das hin und her da in die Klinik und dann in die andere aber vielleicht ist das dann besser weiß du ich bin auch akut in die Klinik gekommen und das war der beste Schritt denn ich jemals gegangen bin . Wir sind da OK du bist so ein wichtiger und ein wertvoller Mensch ✨🤗🤗🤗🫶🏻.
Hallo Flower,
danke für die Erklärung. Also hast du schonmal gute Hilfe von der Beraterin. Hast du eine Freundin oder Familie oder so wo du sonst hin könntest? Oder Nachbarn oder so? Das ist echt Mist was du da erlebt und das die dich von der Klinik so alleine lassen finde ich so scheiße. Das macht mich richtig wütend.
Häsin
Hey,
vielen Dank für deine lieben Worte, Bianca. Das bedeutet mir gerade sehr viel.
Es ist etwas schwierig, weil ich hier auf der Plattform und insbesondere im Forum natürlich nicht ungefiltert alles teile, weshalb man meine Situation eben nicht vollumfänglich sehen kann. Aber ich werde jetzt mal versuchen, es zu erklären. Also ich hatte mich, nachdem ich jahrelang zuhause die Hölle durchlebt habe und große Probleme mit meiner Mutter habe an eine Erziehungsberatungsstelle in meiner Nähe gewandt, weil ich endlich zu Hause raus möchte, da ich es zuhause nicht mehr aushalte. So kam ich dann auch in den Kontakt zum Jugendamt.
Das Jugendamt sowie meine Beraterin von der Beratungsstelle sowie auch der Sozialdienst von der Klinik sind aktuell auf der Suche nach einer therapeutischen Wohngruppe für mich. Aktuell bin ich 20 Jahre alt. Aufgrund meiner schweren psychischen Erkrankung wird diese Wohngruppe bis zum 21. Lebensjahr über's JA finanziert werden & danach über den Bezirk.
Nur ist es eben so, dass man natürlich, auch wenn man nach einer Wohngruppe sucht, nicht sofort einen Platz findet. Die Einrichtung muss ja auch zu mir und insbesondere zu meiner psychischen Erkrankung passen und das richtige Setting darstellen, für den Hilfbedarf der bei mir vorliegt.
Und jetzt ist es eben so, dass die Suche nach der therapeutischen Wohngruppe zwar im vollen Gange ist, ich für die Übergangszeit zwischen Klinik und Wohngruppe allerdings eben nach Hause nochmal muss. Das ist jetzt am Dienstag soweit, dass ich entlassen werde. Dann werde ich noch zwei Wochen tagklinisch in der Klinik sein- sprich den ganzen Tag in der Klinik und nachts zuhause. Ich hoffe ganz stark, dass ich in diesen zwei Wochen jetzt noch einen Platz in einer TWG finde, denn falls nicht, werde ich wieder komplett 24/7 zuhause sein und genau darin befürchte ich eben, dass ich erneut komplett abstürze und das Schwarze, Hoffnungslose und die schlechten Gedanken wieder so einen starken Raum einnehmen, dass ich wieder komplett am Ende sein werde... Es geht mir selbst in der Klinik jetzt weiterhin sehr schlecht und dass sie mich jetzt nach Hause schicken und mich nicht dabehalten... macht mich absolut fertig und macht mir die größte Angst. Alles in mir wehrt sich dagegen, alleine schon die zwei Wochen jede Nacht zuhause zu schlafen aber vor allem vor der Zeit danach, wenn ich wieder komplett zuhause bin habe ich ganz große Angst - auch weil ich aktuell eben nicht arbeite (bin krankgeschrieben) und meine Mutter und ich daher 24/7 zusammenhängen werden, was die Angriffsfläche für Eskalationen natürlich total verschärft... Das macht mir alles extreme Angst und macht mich bereits jetzt so fertig, dass ich jeden Tag daran denke und extreme Angst habe. Gestern habe ich mit meiner Beraterin von der Beratungsstelle telefoniert und sie hat mir auch nochmal gesagt, dass selbst wenn wir in den zwei Wochen jetzt keinen Platz finden, ich nicht nach Hause komplett gehe ohne eine Perspektive... Ich weiß, dass ich innerhalb der nächsten Zeit irgendwann in eine TWG umziehen und endlich aus dem Höllen-Umfeld, was mich so so krank macht und gemacht hat, gerettet werde. Aber dieser Punkt, dass ich eben nicht weiß, wann diese ,,Rettung" erfolgen wird und ich nur weiß, dass ich in zwei Wochen wieder ganz zuhause bin und ab Dienstag jede einzelne verdammte Nacht zuhause schlafen muss, macht mir so extreme Angst... Alles in mir wehrt sich dagegen und schreit... Am liebsten würde ich mich weigern nach Hause zu gehen.. Damit würde ich die Situation allerdings für alle Beteiligten noch komplizierter machen, weil meine Beraterin oder die SozPäd vom Sozialdienst dann dafür sorgt, dass ich übergangsweise in ein Frauenhaus komme, was sicherlich auch kein schöner Ort ist und wo ich auch nicht die Unterstützung erhalte, die ich brauche :/ Weiß nicht.. Am liebsten würde ich einfach flüchten, damit ich nicht nach Hause muss.. Ich hab einfach so eine extreme Angst.. Aber rational gesehen weiß ich eben, dass ich die Zeit jetzt noch irgendwie überstehen muss, um dann in Sicherheit gebracht zu werden. Aber ich habe extreme Angst - sowohl vor einer Eskalation in meinem Umfeld hier als auch Angst vor mir selbst, und dass ich wieder so krass abrutsche. Das ist einfach eine sehr schwere Situation und macht mir gerade tagtäglich Angst.. Ich habe einfach eine solche Angst alleine zu sein und dass ich wieder komplett abstürze.. Was auch noch -nicht förderlich aktuell- dazukommt, ist dass ich im Rahmen meiner Erkrankung leider an extremen Verlustängsten leide... Es besteht überhaupt gar kein rationaler Grund, aber ich habe irgendwie aktuell totale Angst, meine Beraterin von der Beratungsstelle zu verlieren... obwohl sie mir objektiv eigentlich genau das Gegenteil beweist. Immer wieder. Sie schreibt mir mehrmals die Woche E- Mails, telefoniert einmal die Woche über eine Stunde mit mir, solange wir uns wegen des Klinikaufenthalts nicht sehen können und nächsten Freitag sehen wir uns endlich wieder.. Sie ist immer da. Und trotzdem habe ich so eine starke Angst, sie zu verlieren und sobald ich zuhause bin wieder einsam und alleine komplett abzustürzen... Das macht die Situation leider gerade nicht einfacher. Und meine ganze Angst und Panik wirkt sich (neben dem ganzen psychischem Stress, den ich mir sowieso schon mache) auch auf meinem Körper aus... Mir ist jeden Tag aktuell total schlecht... Das kommt auch noch dazu.
Ja, ich hoffe, dass man meine Situation jetzt vielleicht etwas besser versteht. Es ist einfach sehr schwer, auch wenn ich weiß, dass ich eine Perspektive auf baldige Besserung habe, habe ich einfach so eine extreme Angst.. und das macht die ganze Situation nicht besser leider. Ich kann den Ausweg gerade einfach (noch) nicht sehen und mir geht es mit jedem Tag so so viel schlechter.. und meine Gedanken werden auch wieder schlimmer. Meine Beraterin von der Beratungsstelle hat auch gesagt, dass ich sonst auch, wenn es zuhause wieder komplett eskaliert, nach den zwei Wochen dann in eine andere Klinik gehen kann, wieder als Akutaufnahme.. Sie hat da auch schon mit dem zugehörigen Sozialdienst gesprochen und sich erkundigt, wie das da dann mit der Aufnahme laufen würde.. Über diese Perspektive bin ich schon auch froh.. Aber jetzt von einer Klinik in die nächste zu gehen immer wieder, ist ja auch irgendwie nicht Sinn der Sache und ich hab einfach nur Angst. Ich will einfach auf keinen Fall wieder nach Hause. Ins Frauenhaus aber auch nicht unbedingt.... Da wird es mir mit meiner Erkrankung glaub auch nicht besonders gut tun... Hoffe man versteht alles, was ich geschrieben habe.
Vielen Dank nochmal für deine lieben Worte, Bianca. Dass ich irgendwie wertvoll oder ähnliches sein soll, kann ich leider gar nicht so sehen, aber total lieb von dir danke. Die Umarmung nehme ich sehr gerne an <3. Ich bin auch sehr sehr dankbar dafür, dass du mir schreibst, dass du für mich da bist. Das bedeutet mir wirklich viel, danke.
Liebe Grüße
Flower
Ahso, okay. Ich dachte nur bis 18, das hatte mal eine Beraterin gesagt.
Angsthaesin
Man kann sich auch über 18 an das Jugendamt wenden die sind in der Regel bis 21zu ständig ich Versuche auch das ich nicht mehr nahause muss.😊
Mir tut das auch voll leid. Keine Ahnung wie alt du bist und was zu Hause das Problem bist, aber unter 18 kannst du zum Jugendamt gehen und über 18 z.B. in ein Frauenhaus (wenn du weiblich bist) wenn es ganz schlimm ist zu Hause.
Hey
flower
Es tut mir unendlich leid, dass du das alles gerade durchmachen musst und dich so allein gelassen fühlst. Das klingt absolut schrecklich, wie die Pflege und die Ärzte dort mit dir umgehen – das hast du definitiv nicht verdient! Du hast Unterstützung verdient Es ist so unfair, dass du nach 4 Wochen kein einziges psychologisches Gespräch hattest.Ich weiß, es ist gerade alles richtig scheiße, anstrengend und hoffnungslos, und dass deine Gedanken immer schlimmer werden. Ich weiß, wie gut die einen kontrollieren können und wie gemein sie sind, aber es gibt immer einen Weg, egal wie steinig oder schwer er ist. Du schaffst das, flower, okay? Gibt es in deiner Nähe vielleicht noch eine andere Klinik, wo du hingehen kannst?Was ich noch für eine Idee hätte (keine Ahnung, ob die dir hilft): Wenn man unter 21 Jahren ist, dann kannst du dich beim Jugendamt melden und fragen, ob die dich unterstützen, weil du nicht nach Hause kannst und willst. Das kann man auch mit dem Sozialdienst in der Klinik besprechen, weißt du.
Bitte vergiss niemals, wie wertvoll du bist, auch wenn dir die Klinik gerade ein anderes Gefühl gibt. Du bist so viel stärker, als deine dunklen Gedanken dir einreden wollen. Ich glaube an dich und schicke dir ganz viel Kraft und eine dicke Umarmung! Und wenn du bei irgendetwas Hilfe brauchst – egal ob beim Texteschreiben für deine Beraterin oder einfach zum Reden – sag mir Bescheid. Ich bin hier und unterstütze dich so gut ich kann! Wir kenn uns zwar nicht aber trotzdem ich bin per Text für dich da OK. Du schaffst das wir schaffen das du bist stark .🍀🫶🏻🌟🤗
Hey Tom,
danke für deine Nachricht…
Ich weiß nicht… Meine Beraterin versteht mich ja auch… aber die in der Klinik halt nicht. Mit meiner Beraterin rede ich offen über meine Situation und in der Klinik habe ich es ja auch versucht und habe offen gesagt, was mich belastet. Aber die verstehen mich halt nicht in der Klinik und deshalb weiß ich nicht. Mir geht es mit jeden Tag einfach immer schlechter. :( Ich finde es voll gut, dass meine Beraterin für mich da ist und so aber ich hab einfach so Angst vor einem erneuten Absturz wenn ich wieder aus diesen stationären sicheren Ort nach Hause zurück in die Hölle muss. Keine Ahnung, vielleicht hat das einfach alles keinen Sinn mehr… :/
LG Flower