Hmm, keine Ahnung ob ich das hier richtig mache, aber vielleicht hat jemand Tipps wie ich es schaffe nicht so doof zu mir zu sein. Ich verletze mich selber aus verschiedenen Gründen.
Liebe Häsin,
das tut gut, mit alldem nicht alleine zu sein und es zu teilen. Schön, dass du gerade so eine Erfahrung machst und dich mit dem Erlebten nicht alleine fühlst. Das freut mich.
Speichere diese Erfahrung!
Ruhige Nacht Euch)
bke-Kira
Die letzte Nacht konnten meine Zimmernachbarin und ich nicht schlafen, weil es einfach zu heiß ist. Wir haben ganz lange geredet und festgestellt, dass wir beide bei der selben Beratungstelle sind und bei der selben Beraterin, die hat aber jetzt aufgehört. Lustigerweise haben wir aber auch jetzt die selbe. Wir haben total viel geredet und sie hat gesagt, dass sie nicht genau sagen darf wo sie wohnt, weil sie in einem Frauenhaus ist mit ihrer Mutter und irgendwie haben wir dann gegenseitig unsere Geschichten erzählt und es tut gut da jemanden zu haben, der auch so eine scheiße erlebt hat und einen einfach versteht und auch sie verletzt sich selber und alles. Wir wollen auf jeden Fall im Kontakt später bleiben und uns regelmäßig sehen, weil sie in der Nähe wohnt gerade.
Häsin
Hallo Haesin,
ich möchte Dir, einfach im Anschluss an die , die zuvor geschrieben haben, auch Mut machen für die Zeit in der Klinik.
LG,
bke - Christian
Hey Häsin,
ich wollte dir nur ganz kurz dalassen, wie stolz ich auf dich bin, dass du diese Klinikzeit so durchziehst. Ich weiß, dass es hart ist. Ich bin gerade auch selbst in der Klinik, spreche also aus Erfahrung. Du kannst so so stolz auf dich sein, dass die Selbstverletzungen weniger werden, weil du es früher schaffst darüber zu reden. Wirklich, das ist ein ganz großer Schritt, auch wenn du es selbst vielleicht gar nicht so sehen kannst. <3
Liebe Grüße
Flower
klingt gut und ich wünsch dir auf jeden fall viel kraft für die restliche Klinik zeit wann musst du los?
Es geht mal so und mal so, das ist ganz unterschiedlich irgendwie. Es ist alles echt hart hier, aber ich glaube es geht sonst soweit okay.
Hallo,
es ist super das du wenn du merkst es fängt an du hilfe holen kannst. Das ist bestimmt ein großer Fortschritt. wie geht es dir sonst?
Liebe Grüße Nahla
Hey,
Ich bin immer noch in der Klinik und bleibe auch noch eine Weile. Meine Zimmernachbarin ist mittlerweile neu und auch super nett, aber die hat oft so dissoziative Krampfanfälle und dafür schämt sie sich, weil so z.B. mal eine Gruppentherapie früher beendet werden musste. Ich habe ihr aber gesagt, dass das ganz cool war, weil das Thema eh scheiße war und das doch zu ihr dazu gehört und alle doch auch sagen, dass das okay ist.
Ich rede viel über Trauma und so und lerne das mit diesen Dissoziationen besser und verletze mich nur selten, weil ich oft es schaffe vorher Hilfe zu holen.
Hey,
Es war komisch das erste Mal darüber zu sprechen. Die Therapeutin meinte, ob der Satz "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein ein Schrecken ohne Ende" nicht passt und irgendwie schon, weil das eben dazu geführt hat, dass meine Eltern erfahren was mir und meiner Schwester passiert ist und uns jetzt schützen können. Aber es ist hart, weil da einfach so viele blöde Gefühle da sind und ich mich total schuldig fühle und als noch was (aber das kann ich nicht schreiben wegen trigger, aber das weiß meine MB hier). Ich sehe die Therapeutin morgen nochmal, weil sie wissen will wie es mir geht und die hier auf Station wissen ja auch Bescheid und sollen gut auf mich aufpassen. Danke für deine Tiere. Ich habe meinen Hasen Greta dabei.
Hey,
das tut mir total leid. Wie fühlt es sich jetzt im Nachhinein an? Hat es sich vielleicht auch etwas befreiend angefühlt, es mal auszusprechen oder ist es (aktuell) einfach nur überfordernd?
Gibt es denn etwas, was dir heute noch etwas Kraft schenken könnte, damit es dir wenigstens etwas besser gehen kann?
Ich denke jedenfalls ganz viel an dich & finde es soooo stark, wie du das durchziehst mit der Klinik. Das ist ehrlich ganz doll stark. :) 🤍 Ich finde es auch beachtlich und unfassbar stark, wie weit du schon gekommen bist. Nach langen Verstecken der Emotionen und Erlebnissen, kann es so überfordernd sein, überhaupt in die Klinik zu gehen und dann auch noch darüber zu sprechen was passiert ist, das weiß ich selbst so gut, aber ich finde es so stark, dass du es geschafft hast heute! Ich möchte dich gerne darin bestärken, wie mutig das von dir war.
Wann hast du denn das nächste Mal ein Gespräch?
Liebe Grüße
Flower
Ich hatte heute das Gespräch und wir saßen 2 Stunden da, weil ich so abgekackt bin dabei und erstmal dissoziiert habe und das war alles so krass. Ich habe gesagt, dass ich Angst habe, weil ich nie darüber geredet habe, sondern halt nur die Überschriften und das was beim Arzt und so nötig war. Mir geht es echt scheiße und dieser beschissene Gips geht mir auf den Sack. Was bin ich auch zu blöd zum Laufen. Ich soll mich jetzt regelmäßig beim Team melden und wenn ich das nicht mache, dann gucken die nach mir und die Station soll ich nicht verlassen. Komme eh nicht weit...
Gefühle fühlen wir in der Regel erst einmal. So richtig aussuchen können wir uns das ja nicht immer, oder? Wir können vielleicht abwägen, wie viel Raum wir denen geben wollen, oder ob wir nochmal nachspüren wollen, ob es doch ein anderes Gefühl ist, als das, wie wir es definiert haben. Aber erstmal kommen Gefühle ungeplant und wollen reguliert werden. Und ein Glück: da ist eine Therapeutin, die dir sicherlich gut dabei helfen kann, dein Gefühl wahrzunehmen und und es zu regulieren. ich könnte mir vorstellen, dass es ein Versuch wert ist, das Angebot der Therapeutin anzunehmen, wenn sie es dir schon gibt. :)
Hast du mal drüber nachgedacht, genau diese Sorgen am Anfang des Termin auszusprechen? Könnte das nicht vielleicht euch allen helfen im Umgang mit den Themen?
Liebe Grüße
bke-Betty
Hallo Betty,
das ich zu viel bin und meine Gefühle falsch oder das ich mich anstelle oder so. Die Idee kam von der Therapeutin. Meine Eltern sind auch dafür, weil die gar nicht wussten wie schlecht es mir wirklich geht damit.
Häsin
Hey Häsin,
auch von mir eine gute Besserung.
Du schreibst, du hättest Angst, ein Thema im Einzeln zu besprechen. Was ist denn deine Sorge, was passiert, wenn du es besprichst?
Liebe Grüße
bke-Betty
Danke Fritzi.
Ist so ein Babyminibruch. Der Vorteil ist andere müssen jetzt laufen und ich muss keine Dineste machen.
Ich habe so Angst vor dem Thema im Einzel. Ich weiß, dass das wichtig ist, weil das mit das aktuellste ist und das schlimmste glaube ich und nicht so oft vorkommt. Glaube kann das hier nicht schreiben, weil es andere triggern könnte.
Hallo Haesin, ich wünsche dir gute Besserung und hoffe, es ist nichts Schlimmeres passiert.
Vielleicht bringt dir die zwangsweise Entschleunigung, dass du besser Kräfte für die Anstrengung der Woche sammeln kannst. Ich halte dir die Daumen. Du hast schon so viel geschafft.
Liebe Grüße. bke-Fritzi
Die Woche jetzt wird so hart, weil wir an einem ganz schlimmen Thema arbeiten wollen, damit das nicht mehr so schlimm ist und ich habe so Angst.
Jetzt hatte ich Angst, dass die mich rauswerfen wegen dem blöden Unfall gestern. Ich bin beim Ball spielen umgeknickt und habe jetzt für 4 Wochen so einen scheiß blöden Gipsfuß.
Ich schreibe dir noch mehr zur Antwort, aber ich muss gleich zum Essen.
Danke für deine Antwort.
Ich war heute bei der Therapeutin und hab dann erstmal voll geheult und gesagt, dass es mir voll leid tut. Sie schimpfte aber nicht und sagte, dass das passieren kann und wir gemeinsam gucken müssen was los war und wie ich es ändern kann. Sie hat irgendein Fachwort benutzt für das ich das nicht mehr weiß und gefragt, ob ich das öfter habe und ob ich es auch in den Situationen mit dem Nachbarn kenne und so und dann haben wir da bisschen drüber geredet und sie fragte mich schonmal was ich von Medikamenten halte, weil die helfen können, dass ich nicht so angespannt bin z.B. und so. Weiß nicht, aber ich glaube das ist okay.
Hey Häsin,
ich weiß nicht, ob dich ein Erfahrungsbericht irgendwie weiterbringt, aber ich möchte diesen dennoch gerne mit dir teilen.
Als ich in der Klinik war, ging es mir ähnlich wie dir. Auch ich hatte einen Moment, in dem es mir so schlecht ging und ich so überfordert war, dass auch ich keinen anderen Ausweg in dem Moment sah, als mich selbst zu verletzen. Ich habe dann all meinen Mut und meine Kraft zusammengenommen und ich habe es meiner Psychologin dort in der Klinik erzählt. Und auch ich hatte totale Angst davor, wie sie reagieren wird, ob sie enttäuscht, traurig, sauer usw. sein wird. Doch sie war gar nichts davon, im Gegenteil: Sie war total verständnisvoll, hat mich verstanden, und wollte mir einfach nur helfen und für mich da sein. Sie hat dann mit meinen Betreuer*innen auf Station gesprochen & ich musste zu meinem Selbstschutz ein paar Dinge abgeben, bzw. durfte diese nicht mehr auf dem Zimmer haben. Aber auch das hat sie nur getan, um mich zu schützen und weil ich mir gewünscht habe, dass sie mit denen spricht und ich es nicht selbst tun wollte. Also zusammengefasst: Ich verstehe voll, dass du jetzt Angst hast, was deine Psychologin von dir denken könnte, diese Angst ist total gerechtfertigt. Aber ich kann dir sagen, dass ich glaube, dass sie sehr lieb und verständnisvoll reagieren wird & mit dir gemeinsam nach Wegen suchen wird, dass du nicht mehr so starken Selbstverletzungsdruck hast. Alles was sie möchte, ist dir zu helfen. Sie wird nicht enttäuscht sein, das kann ich dir versprechen.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft für das Gespräch am Montag und hoffe sehr, dass ihr für dich passende Wege findet, wie du damit umgehen kannst. Ich bin in Gedanken bei dir, wenn du magst.
P.S: Auch ich kenne das Gefühl, den Gedanken, dass wenn man schon in der Klinik ist, warum man sich dann immer noch selbst verletzen möchte.. Und ich verstehe auch, dass du dich dafür schämst. Aber ich möchte dir mitgeben, dass Heilung nicht gerade verläuft. Es gibt immer Zeiten, wo es dir wieder besser geht und aber auch Zeiten, wo alles absolut scheiße ist. Und in einer Zeit, wo du in der Klinik bist, heißt es überhaupt nicht, dass es dir sofort besser gehen muss. Das erwartet niemand von dir. Gerade jetzt, wo du dich so intensiv mit dir und deinen Problemen auseinandersetzt ist es völlig verständlich, dass die negativen Gedanken immer wieder hochkommen. Du musst dich dafür nicht schämen. Wichtig ist nur, dass jetzt eben geschaut wird, wie du mit diesen Gedanken und dem Druck umgehen kannst, damit du nicht ständig wieder unter so einem Leidensdruck stehst, dass du dich selbst verletzen musst.
Liebe Grüße
Flower
Hey Tom,
ich weiß nicht wie sie regiert, weil ich bin ja erst kurz hier. Aber gestern war sie ganz lieb und sie wollte mit mir reden und so. Ich hoffe, dass sie nicht schimpft oder so, weil ich denke jetzt bin ich hier und dann muss es mir doch besser gehen. Aber ich war auch noch nie in einer Klinik. Die von Station sagte zu mir, dass das passieren kann mit dem Weh tun und das okay ist, wenn es nicht so oft passiert und so. Aber es fühlt sich trotzdem blöd an für mich.
Hey Angsthaesin, das klingt nach einem richtig schweren Abend und einer sehr anstrengenden Nacht. Es tut mir leid, dass es dir gerade so schlecht geht.
Und ich finde, man merkt total, wie sehr dich das beschäftigt, was jetzt andere denken könnten. Dieses Gefühl von ‚ich habe versagt‘ kann ganz schön laut sein.
Gleichzeitig sehe ich auch etwas anderes: Du hast gezeigt, dass es dir nicht gut geht, und du hast dir Hilfe geholt, auch wenn das wahrscheinlich nicht leicht war. Das ist kein Versagen, sondern eher ein Zeichen, wie groß die Not gerade war.
Was glaubst du denn, wie deine Therapeutin normalerweise reagiert, wenn es dir schlecht geht? Eher mit Vorwürfen oder eher mit dem Wunsch, dich zu verstehen und zu unterstützen?
Du musst da am Montag nicht alleine durch.