Hmm, keine Ahnung ob ich das hier richtig mache, aber vielleicht hat jemand Tipps wie ich es schaffe nicht so doof zu mir zu sein. Ich verletze mich selber aus verschiedenen Gründen.
Ich schreibe dir noch mehr zur Antwort, aber ich muss gleich zum Essen.
Danke für deine Antwort.
Ich war heute bei der Therapeutin und hab dann erstmal voll geheult und gesagt, dass es mir voll leid tut. Sie schimpfte aber nicht und sagte, dass das passieren kann und wir gemeinsam gucken müssen was los war und wie ich es ändern kann. Sie hat irgendein Fachwort benutzt für das ich das nicht mehr weiß und gefragt, ob ich das öfter habe und ob ich es auch in den Situationen mit dem Nachbarn kenne und so und dann haben wir da bisschen drüber geredet und sie fragte mich schonmal was ich von Medikamenten halte, weil die helfen können, dass ich nicht so angespannt bin z.B. und so. Weiß nicht, aber ich glaube das ist okay.
Hey Häsin,
ich weiß nicht, ob dich ein Erfahrungsbericht irgendwie weiterbringt, aber ich möchte diesen dennoch gerne mit dir teilen.
Als ich in der Klinik war, ging es mir ähnlich wie dir. Auch ich hatte einen Moment, in dem es mir so schlecht ging und ich so überfordert war, dass auch ich keinen anderen Ausweg in dem Moment sah, als mich selbst zu verletzen. Ich habe dann all meinen Mut und meine Kraft zusammengenommen und ich habe es meiner Psychologin dort in der Klinik erzählt. Und auch ich hatte totale Angst davor, wie sie reagieren wird, ob sie enttäuscht, traurig, sauer usw. sein wird. Doch sie war gar nichts davon, im Gegenteil: Sie war total verständnisvoll, hat mich verstanden, und wollte mir einfach nur helfen und für mich da sein. Sie hat dann mit meinen Betreuer*innen auf Station gesprochen & ich musste zu meinem Selbstschutz ein paar Dinge abgeben, bzw. durfte diese nicht mehr auf dem Zimmer haben. Aber auch das hat sie nur getan, um mich zu schützen und weil ich mir gewünscht habe, dass sie mit denen spricht und ich es nicht selbst tun wollte. Also zusammengefasst: Ich verstehe voll, dass du jetzt Angst hast, was deine Psychologin von dir denken könnte, diese Angst ist total gerechtfertigt. Aber ich kann dir sagen, dass ich glaube, dass sie sehr lieb und verständnisvoll reagieren wird & mit dir gemeinsam nach Wegen suchen wird, dass du nicht mehr so starken Selbstverletzungsdruck hast. Alles was sie möchte, ist dir zu helfen. Sie wird nicht enttäuscht sein, das kann ich dir versprechen.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft für das Gespräch am Montag und hoffe sehr, dass ihr für dich passende Wege findet, wie du damit umgehen kannst. Ich bin in Gedanken bei dir, wenn du magst.
P.S: Auch ich kenne das Gefühl, den Gedanken, dass wenn man schon in der Klinik ist, warum man sich dann immer noch selbst verletzen möchte.. Und ich verstehe auch, dass du dich dafür schämst. Aber ich möchte dir mitgeben, dass Heilung nicht gerade verläuft. Es gibt immer Zeiten, wo es dir wieder besser geht und aber auch Zeiten, wo alles absolut scheiße ist. Und in einer Zeit, wo du in der Klinik bist, heißt es überhaupt nicht, dass es dir sofort besser gehen muss. Das erwartet niemand von dir. Gerade jetzt, wo du dich so intensiv mit dir und deinen Problemen auseinandersetzt ist es völlig verständlich, dass die negativen Gedanken immer wieder hochkommen. Du musst dich dafür nicht schämen. Wichtig ist nur, dass jetzt eben geschaut wird, wie du mit diesen Gedanken und dem Druck umgehen kannst, damit du nicht ständig wieder unter so einem Leidensdruck stehst, dass du dich selbst verletzen musst.
Liebe Grüße
Flower
Hey Tom,
ich weiß nicht wie sie regiert, weil ich bin ja erst kurz hier. Aber gestern war sie ganz lieb und sie wollte mit mir reden und so. Ich hoffe, dass sie nicht schimpft oder so, weil ich denke jetzt bin ich hier und dann muss es mir doch besser gehen. Aber ich war auch noch nie in einer Klinik. Die von Station sagte zu mir, dass das passieren kann mit dem Weh tun und das okay ist, wenn es nicht so oft passiert und so. Aber es fühlt sich trotzdem blöd an für mich.
Hey Angsthaesin, das klingt nach einem richtig schweren Abend und einer sehr anstrengenden Nacht. Es tut mir leid, dass es dir gerade so schlecht geht.
Und ich finde, man merkt total, wie sehr dich das beschäftigt, was jetzt andere denken könnten. Dieses Gefühl von ‚ich habe versagt‘ kann ganz schön laut sein.
Gleichzeitig sehe ich auch etwas anderes: Du hast gezeigt, dass es dir nicht gut geht, und du hast dir Hilfe geholt, auch wenn das wahrscheinlich nicht leicht war. Das ist kein Versagen, sondern eher ein Zeichen, wie groß die Not gerade war.
Was glaubst du denn, wie deine Therapeutin normalerweise reagiert, wenn es dir schlecht geht? Eher mit Vorwürfen oder eher mit dem Wunsch, dich zu verstehen und zu unterstützen?
Du musst da am Montag nicht alleine durch.
Mir ging es dan ganzen Abend total Scheiße und dann habe ich heftig scheiße geträumt und dann weiß ich nicht genau, aber ich habe mich da verletzt und dann habe ich das gezeigt hier in der Klinik. Ich musste dann ins Krankenhaus zur Versorgung. Ich habe voll versagt, was soll denn die Therapeutin denken am Montag wenn sie das hört.
Die Woche war irgendwie total anstrengend und heute geht es mir echt scheiße und hatte auch schon Krisengespräch hier und soll mich regelmäßig beim Team melden.
Liebe Angsthaesin,
ja, ankommen! Nimm dir Zeit für dich und fürs Ankommen.
Frühlingsgrüsse aus dem Forum versendet dir bke-Kira
Ich bin das ganze Wochenende auf Station, aber ich glaube das ist okay. Ich weiß auch nicht was ich sonst machen soll. Ich telefonieren mit meinen Elteen auf jeden Fall.
Hey Häsin,
es freut mich echt total für dich, dass die zweite Nacht besser war. Ich wünsche dir echt ganz doll, dass du dich gut einleben kannst & ich bin auch echt froh, dass die Anderen dir helfen, und dass die Menschen dort nett zu sein scheinen.
Wirst du das ganze Wochenende auf der Station sein, oder gibt es bei der Klinik auch andere Möglichkeiten, womit man so seine Zeit verbringen kann? :)
Liebe Grüße
Flower
Danke Kira für deine Antwort.
Die 2. Nacht war besser und jetzt ist Wochenende. Heute hatte ich das erste Mal Ergotherapie. Das finde ich ganz cool. Am Wochenende darf ich die ganze Zeit mein Handy an haben, also bis abends, dann muss es wieder aus und dann kann ich hier auch mehr schreiben. Meine Eltern besuchen mich nicht, weil ich erstmal ankommen soll und so. Die anderen hier helfen auch ganz viel.
Liebe Angsthaesin,
geschafft! Du bist wirklich mutig.
Versuche weiter zu gehen und eher nach vorne zu schauen. Du weisst, wie es ist, wenn du zurück blickst, aber was dich in den nächsten Tagen erwartet, kannst du noch nicht erfassen. Das einzige, was du machen kannst, dich einzulassen. Und besondres dann, wenn du das Gefühl hast, dass es dich langweilt oder nichts passiert, könnte es wichtig sein, es zuzulassen. Bleib dran.
Gute Nacht!
Liebe Grüsse
bke-Kira
Erste Nacht geschafft und ich habe kaum geschlafen. Der Tag war okay, ich will am liebsten gerade nach Hause wieder. Ich mag nicht hier sein.
Ja, das ist ein Zweibettzimmer. Morgen steht nicht viel auf meinem Plan, weil ich erstmal ankommen muss.
Hey :)
bist du in nem Zweierzimmer dann? Das ist doch schon mal gut & es freut mich voll dass alle nett zu sein scheinen.
Hoffe du lebst dich gut ein. Verstehe aber, dass du nachhause möchtest. Weißt du denn schon wie morgen der Tag so aussieht bzw. hast du schon den Therapieplan?
Liebe Grüße
Flower
Danke euch, also ich bin jetzt in der Klinik. Meine Zimmernachbarin ist glaube ich ganz nett und die anderen auch. Aber es ist alles komisch und ich mag eigentlich nach Hause gerade.
Liebe Häsin,
auch ich wünsche dir ganz viel Kraft und alles Gute für heute und für die kommende Zeit! Ich bin in Gedanken bei dir :) Ich wünsche dir sehr, dass du viele tolle Menschen kennenlernen wirst, die dir guttun, und dass du die Hilfe bekommst, die du verdienst. Ich glaube an dich <3
Liebe Grüße
Flower
Liebe Haesin,
erlaube dir deine Sorgen und Bedenken, die gehören vermutlich dazu und auch zu dir. Du solltest einen guten Umgang mit ihnen finden, ich denke, sie waren und sind auch für etwas gut. Ich wünsche dir viele gute Begleiterinnen und Begleiter in der nächsten Zeit, die dir dabei helfen, all deine Sorgen auf die Seite zu räumen und zu sortieren, sie erstmal aus dem Blickfeld zu schaffen, damit du nicht ständig über sie stolpern musst! Oft bleiben sie an diesem passen Ort und beeinflussen das Leben dann in der Zukunft weniger.
Viele Grüße und alle Gute schickt dir
bke-Lorenz
Die Nacht habe ich kaum geschlafen, ich habe auch meiner MB geschrieben. Ich bin so wahnsinnig aufgeregt und habe so Angst. Gleich fahren wir los. Warum ich dem ganzen nur zugestimmt? Ich weiß nicht wie ich das schaffen soll.
Danke für eure Antworten das hilft mir bisschen. Ich weiß gar nicht wie lange ich bleibe, die meisten aber bleiben so um die 12 Wochen, aber das kann mehr oder weniger sein. Die Schule sagt ich soll so lange bleiben wie ich es brauche. Meine Eltern sagen das auch.
Hey Häsin,
ich war nun bereits zwei Mal in einer Klinik, und kurz bevor ich dorthin bin, war ich auch immer schrecklich nervös.
Aber selbst ich, wo ich eigentlich echt starke Probleme mit sozialen Interaktionen und neuen Situationen habe, konnte mich schnell in den neuen Tagesablauf sowie die Gruppe einfinden.
Ich empfand es als sehr heilsam, einen geregelten Tagesablauf zu haben, Leute um mich, die mich verstehen und ähnliche Probleme wie ich haben, und jemanden zum Reden zu haben, in Form von den Einzeltherapiestunden. Bei meinem ersten Klinikaufenthalt hab ich das erste Mal gelernt, was es heißt, jemandem zu vertrauen, und jemandem meine Probleme zu erzählen. Jemandem, der es gut mit mir meint, der möchte, dass ich in Sicherheit bin und mir helfen möchte, dass es mir besser geht und jemand der für mich einsteht, und für mich da sein möchte.
Ich verstehe voll, dass du dir jetzt anfangs Sorgen machst, aber ich hab die Erfahrung gemacht, dass man sich da echt schnell einfindet. Du wirst vermutlich auch alles ganz genau erklärt bekommen, und bist nicht auf dich alleine gestellt oder so. Du kannst mit den Therapeut*innen dort vor Ort auch über die Ängste in Bezug auf die Klinikzeit sprechen.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft, eine gute und hilfreiche Zeit in der Klinik und tolle Mitpatient*innen.
Weißt du denn schon, wie lange du da sein wirst?
Ganz liebe Grüße
Flower
Hey Angsthaesin,
ich kann gut verstehen, dass du Angst hast. Viele Menschen fühlen sich unsicher, wenn sie etwas Neues erleben – besonders, wenn es um eine Klinik oder Therapie geht. Es ist normal, dass du nicht weißt, was auf dich zukommt. Das geht vielen so!
Mir hilft es in solchen Situationen, viele Fragen zu stellen. Zum Beispiel: Wie sieht ein Tag in der Klinik aus? Was passiert dort? Wer ist da? So bekommst du mehr Klarheit und fühlst dich sicherer.
Vielleicht haben andere hier im Forum auch Tipps, wie sie mit solchen Ängsten umgegangen sind. Wie habt ihr es geschafft, euch in einer neuen Umgebung wohlzufühlen?
Du bist nicht allein mit deinen Gefühlen. Und es ist mutig, dass du diesen Schritt gehst!
Liebe Grüße
bkeTom-Sommerwind
Hey, ich war zwar nur in der Krisenintervention aber dort würde ich auch sehr gut aufgehoben und auch von den mit Patienten also ich glaube du brauchst dir da auf keinen fall sorgen machen. Es kann ja auch sein der die selben Probleme hat wie du aber grundsätzlich ist ja jeder dort weil es ihm/ihr schlecht geht also denk ich nicht das du dir da so viel sorgen machen solltest.
Liebe Grüße Nahla
Hey,
ich weiß halt gar nicht was da auf mich zu kommt alles und Angst das ich zu viel bin und das die mich nicht haben wollen, weil ich so kompliziert bin und wie die Leute da sind uns so.