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Liebe Willow,
wenn ich den Eindruck habe, die Welt ist zu schnell und endgleitet mir ist Atmen für mich meine Bremse. Es bringt mich in die Entschleunigung, schützt mich vor Übersprungshandlungen und hilft mir in die Konzentration zu kommen. Ich denke, deswegen war das auch mein erster Impuls, als ich deine Nachricht gelesen habe. Genau wie du sagst, es hilft zu beruhigen, denn ich denke, das ist die beste Voraussetzung um für sich gute Entscheidungen zu treffen.
Ich sitze jetzt schon eine Weile hier, schreibe immer wieder neue Sätze und lösche sie dann wieder, weil ich irgendwie den Eindruck habe, nicht die richtigen Worte finden zu können. Und dann denke ich: ich hab eh nur die eine Hälfte in der Hand. Wie die Worte bei dir ankommen, kann ich nur bedingt beeinflussen.
Für mich liest es sich wie ein Widerspruch. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, wie die Idee in deinem Kopf entstanden ist, dass du den Menschen egal bist, wo ihnen doch so wichtig ist, dass du bleibst und dass du es weiter versuchst. Was müssten sie tun, um dir zu verdeutlichen, dass du ihnen wichtig bist? Welche Signale brauchst du?
Ganz liebe Grüße
bke-Betty
PS: Ich bin so neugierig! Verrätst du dein Geschenk für deinen Hund? 😍
liebe bke-betty,
ich weiß nicht wie mir atmen helfen soll. klar tu ich das. und ja zum beruhigen hilft das. aber mir läuft die zeit davon. klar kann man jetzt sagen, dass es nur eine psychische krankheit ist und ich es "bestimmen" kann, aber so oft ist alles so mächtig, dass es nicht geht. ich habe heute morgen versucht einiges zu erledigen, habe ich auch geschafft bis alles schief ging und dann habe ich geschlafen. das ist meine flucht aus der realität. die flucht, wenn nichts mehr geht. ich schaffe es nicht mal mich auf klinikseiten zu konzentrieren. wie ich mir hilfe für die nächsten wochen organisieren soll weiß ich nicht. es ist zu viel. ich kann aber auch kaum noch jemanden um hilfe fragen und wenn ich dann frage, dann heißt es das ich es selbst entscheiden muss, weil es mein leben ist. oder die menschen ziehen sich zurück. es fällt ihnen nicht mal auf, wenn ich dann gar nichts mehr sage. also bin ich irgendwo egal... ich ertrinke in einem dunklen meer, stück für stück. alle scheint nur zu interessieren, dass ich ihnen verspreche hier zu bleiben... lässt sich einfach sagen, wenn man boden unter den füßen hat..
das einzige schöne heute ist, dass meine hündin und ich noch ein geschenk für sie kaufen gehen. sie hat bald geburtstag. hoffe morgen reicht die kraft zum wandern.. irgendwie fühlt sich meine welt immer mehr alleine an...
liebe grüße willow
Guten Morgen liebe Willow,
ich würde mich gern hier ein bisschen hinsetzen und tief atmen, wenn ich darf.
Ich merke bei mir immer, wenn ich den Eindruck habe, die Welt ist schneller als ich und ich komme nicht hinterher, dass mir Atmen (und Tee trinken) für den Moment hilft.
Belle und ich sind hier und freuen uns, wenn du dazu kommst :)
ganz liebe Grüße
bke-Betty
liebe girl,
danke für dein da sein und deine worte. die menschen um mich verkrümeln sich langsam. stehe auch jetzt plötzlich vor 4 wochen ohne therapie. und einem "schau mal bitte bis nächste woche was oder wer dir durch die zeit hilft". hier es auch nicht konstant oder überhaupt sicher. ich hab angst die zeit nicht zu schaffen. klar könnte man sagen, geh in die klinik. da war ich erst und ich hab so schon stress mit der krankenkasse und bekomme mein krankengeld nicht. ich bin verzweifelt und ich hab angst es nicht zu schaffen. und da ist druck, weil ich genau weiß bevor sie geht werde ich versprechen müssen, dass ich wieder komme und das kann ich jetzt nicht. wer weiß was in 4 wochen passiert? ich bin jetzt schon so instabil. mein freundesnetzwerk wird auch immer instabiler. ich frag mich was ich falsch mache? bin ich zu krank? zu komplex? und ach ja für hilfe bin ich zu kompetent weiß ich seit der beratungsstelle und der klinik. wo soll ich dann hin? ich hasse mich selbst vor allem, weil ich mal wieder an dem punkt bin wo ich nicht weiter weiß, dabei habe ich gerade versucht auf die beine zu kommen..
liebe grüße willow
Liebe Willow,
So gerne würde ich dir Worte schenken, die dich ein wenig Halten können, die dir zeigen, dass du nicht allein da stehst, es immer Menschen geben wird, die bleiben, auch wenn es richtig schwer wird. Dass es einen Ort gibt, an dem du sein darfst, dich zeigen darfst und man nicht vor dir flüchtet. Es wäre so wichtig, dass die Menschen dir dieses Gefühl geben, die dir wichtig sind und von denen du dir dieses Gefühl so sehr wünscht. Das kann ich aber leider nicht beeinflussen, auch wenn ich es gern würde. Vielleicht ändert es an deinem Gefühl allein zu sein und an deinem Ist-Zustand nichts, aber trotzdem möchte ich, dass du weißt, dass es hier immer jemanden geben wird, der bleibt. Du musst diese Worte nicht für dich annehmen, wenn sie sich unpassend anfühlen, das wäre voll okay für mich.
Ich wünsche dir sehr, dass die Therapie weiter gehen kann, ihr gemeinsam einen Weg findet und du diesen Halt nicht verlierst. Vielleicht hat sie auch noch eine Idee, wie es finanziell besser stemmbar wäre? Es wäre schlimm, wenn es wirklich darauf hinaus laufen würde, finanziell entscheiden zu müssen, zwischen dir und der kleinen Maus, weil beides nicht ginge. Ich habe im Moment leider keine Idee, aber ich denke auch mal darüber nach.
Alles Liebe
Girl
hallo,
nein ich möchte hier weder über den therapiekonflikt reden noch über das was in mir vorgeht.
ich weiß nur, dass ich in einer sackgasse stehe und mir keiner helfen kann. ich mir aber auch nicht helfen kann. ein tipp lautet selbstakzeptanz/liebe. der nächste stabilisierung, der nächste wieder hoffnung finden zu leben. ich bin ehrlich, es ergibt für mich keinen sinn mehr. ich werde alles verlieren was ich zum leben brauche. das erste wird der hund sein. denn wenn ich wirklich mehrmals zur klinik muss, dann werde ich ihre krankheit nicht mehr bezahlen können.. und dann? keiner kann verstehen was in meinem kopf vor sich geht. dennoch schiebe ich alle menschen weg. die therapie wird es, so mein gefühl, nicht mehr lange geben. aber so ist mein leben. hilfe geht, immer wieder. dumm genug, dass ich sie so nahe heran gelassen habe. es wird mich keiner retten, ich muss es tun. dennoch wird keiner verstehen was es heißt angst zu haben an den ort zurück zu müssen an dem man so gebrochen wurde. weil keiner genau weiß was "gebrochen wurde" bedeutet... kämpfe ich und laufe weg? kämpfe ich und schaue hin? oder geht es in eine ganz andere richtung? ich möchte niemanden mehr etwas sagen. alle gehen. früher oder später. alle sind ratlos. ich auch, aber da bleiben wäre das wichtigste... aber ich werde niemanden zwingen...
überall ist nur noch druck. alle wollen eine bestimmte willow. und willow muss die dinge schaffen. ängste bekämpfen... ja.. nur macht das auch einsam.. wo gehe ich hin zum kraft sammeln, wenn es niemanden mehr gibt? durch die angst meinen hund zu verlieren gehe ich so weit ich kann auf abstand.. ich liebe dieses tier, doch was tue ich, wenn es so weiter geht? niemand wird das verstehen können.
ich bin mir unsicher, ob ich die worte stehen lassen werde. es tut mir sehr leid.
hallo willow,
wenn Du willst: beschreibe den konflikt in der therapie und sage /formuliere möglichst präise, wenn möglich, was in dir vorgeht.
Vielleicht klärst Du damit (für Dich) etwas mehr.
LG,
bke - Christian
Liebe Willow,
es arbeitet gerade sehr viel in dir. Es fühlt sich dunkel und schwer an und du spürst im Moment keine Verbindung mit dem starken, kämpfenden Teil in dir. Vielleicht magst du dir ein paar Situationen notieren, in denen eine starke Willow in der Vergangenheit etwas durchgestanden, etwas erreicht, sich etwas erkämpft hat. Auch wenn es vom Papier nur bis in die Gedanken und nicht bis in die Gefühle kommt. Wie schön, dass deine Hündin da ist, und du zumindest hin und wieder die Nähe zu ihr spüren kannst. Ich bin sicher, dass es sich lohnt, für sie (und dich!) weiter zu kämpfen.
Das Schöne am Schnee ist, dass er auch die kleinsten Lichter reflektiert, und die Nächte nicht ganz dunkel sind, sondern einen hellen Schimmer haben. Den glitzernden Schnee-Schimmer schicke ich dir in deine Dunkelheit.
Liebe Grüße
bke-Ina
liebe betty,
danke.. im moment nimmt das dunkel zu viel ein. ich komme dagegen kaum mehr an.. mein umfeld zieht sich entweder zurück oder macht sich sorgen.. es ist hart zu sehen wie viel sorgen sich meine therapeutin sich macht und wie abwehrend ich werde. wie traurig sie wirkt... es tut mir weh und gleichzeitig weiß ich nicht weiter.. ich sehe nicht wo es weitergeht. ich würde so gerne einfach nachgeben und sagen, dass ich es genug probiert habe, so viele jahre stark war und gekämpft habe..
meine wurzeln finden wäre toll.. mir wird oft gesagt, dass es da in mir einen teil gibt, der stark ist und trotz allem so intelligent und alles.. ich wünschte ich könnte ihn spüren.. er fehlt mir sehr.. ich spüre mich selbst nur noch bei starkem schmerz oder flashbacks.. ich schwimme irgendwo alleine..
ich habe das lied gehört, danke dafür. wir waren die tage im schnee spazieren. eine freundin, ihr hund, mein hund und ich.. ich liebe schnee.
die nähe zu meinem hund ist manchmal da, aber so oft auch nicht.. ich kann kaum noch verbindung zu anderen lebewesen halten und gleichzeitig bin ich froh, dass sie da ist. ohne sie wäre es schon oft nicht mehr weitergegangen. ich kämpfe immerhin noch für sie. vermutlich kann man mir nichts raten.. ich wollte nur gerade nicht alleine sein. ich wünschte ich wüsste, dass der sturm sich wieder legt und ich wünschte ich hätte wieder halt...
liebe grüße willow
Liebe willow,
ich möchte deinem Wunsch nachkommen, keinen Input, keine Tipps. Sondern halten. Ich möchte mich hier hinsetzen und dich halten - ich hoffe, du spürst das.
Darf ich dir denn was wünschen? Wenn ja, lies weiter, wenn nicht, dann gilt ab hier STOPP :)
Ich wünsche dir, liebe Willow, entsprechend zu deinem Namen, dass du wieder zu deinen Wurzeln findest, die dich so toll verankern, sodass der Wind um deine Nase dich nicht bedroht.
Ich wünsche dir Zeit zum Atmen. Das mache ich immer in den Gassirunden, wenn sich alles überschlägt. Dabei höre ich dann immer "zu Fuß" von Celina Bostic, den Song möchte ich dir schenken.
Ich wünsche dir, dass du ganz bewusst spüren kannst, wenn du deinen Hund streichelst und dass du alles drumherum für den Moment vergessen kannst!
Ich wünsche dir und deiner Hündin Zeit <3
Wir sind hier und da für dich!
Langsame Grüße
bke-Betty
liebe lana,
es war ein geplanter aufenthalt von 6 wochen. das ist in der klinik immer so. das mit den gefühlen ist tatsächlich das einzige positive und die neuen kontakte bzw. das wissen, dass mir dort geglaubt wird. es gab viele, die mir versucht haben zu helfen. aber auch oft doofe bemerkungen bzw. aussagen, dass man aus mir nicht schlau wird obwohl sie dort schon viele menschen mit der diagnose hatten. das ärgert mich alles sehr. ich habe meine therapie, durch eine andere person noch etwas hilfe und meine mailberatung. ganz alleine bin ich nicht, aber irgendwie sind die dinge, die gerade da sind zu viel. ich weiß nicht. im moment brauche ich viel hilfe, nicht im sinne von input, sondern eher das da sein und mit aushalten, begleiten usw. ich versuche mich durchzubeißen. es ist sogar anstrengend zu schreiben. irgendwie erdrückend. ich weiß nicht mehr wer ich bin und wie ich bin, wie ich weiterkomme, ob ich weiterkomme. ich weiß nicht wie es weitergeht. ich versuche es einfach so zu machen wie es erwartet wird, aber auch das ist erdrückend irgendwie. ich fühle mich sehr hilflos und so als könnte ich es alleine nicht schaffen.
ich weiß nicht, ob mein hund mich wirklich liebt. es sind jetzt 2,5 wochen... es ging ihr dort wirklich gut und sie darf dort wieder hin, wenn der nächste aufenthalt ansteht. sie hat dort viel gelernt. leider hat sie viele baustellen für die ich kaum kraft hatte und jetzt versuche ich die baustellen zusätzlich zu allem was ansteht anzugehen...
ich wünschte ich könnte mitteilen was alles in mir vorgeht, aber da ist eine große hemmschwelle. es sind schreckliche gefühle und gedanken. manchmal nehmen sie mir die luft zum atmen. ich kann mich kaum bewegen, weil mein körper weh tut. ich bin näher am aufgeben als am weitermachen und das frustriert mich, weil ich zu nichts mehr eine verbindung fühle und so auch nicht weitermachen kann.. ich brauche was zum festhalten und wofür ich kämpfen kann, wohin ich kämpfen kann..
ich versuche es langsamer zu machen, aber ich will bevor ich in die klinik gehe alles an arbeit fertig haben usw. aber gestern und heute habe ich nachts und tagsüber geschlafen, mein körper hat das gebraucht also habe ich es getan. ich könnte immer noch schlafen, aber ich will auch noch bisschen was tun dieses wochenende.
liebe grüße willow
Wunderschönen guten Abend Willow!
Schön wieder von dir zu lesen und danke für deine Antwort. Ja ist bisschen länger her…
Ich muss zugeben, dass ich deine Nachricht bereits 4x durchgelesen habe und ich weiß gar nicht warum, aber irgendwie kriege ich es nicht sortiert. Ich verstehe alles, was du geschrieben hast, wieviel du die letzten Wochen durchgemacht hast…Aber irgendwie macht es mich gerade sprachlos. Ich glaube, meine Schwierigkeit liegt darin, dir zu erklären, dass ich mich eigentlich für dich freue. Weil du entlassen wurdest und einen Zugang zu deinen Gefühlen gefunden hast. Das ist etwas sehr Positives. Auf der anderen Seite merke ich aber, wie schwer dir das alles gefallen ist und dass du quasi nach der Entlassung ohne weitere Unterstützung auf sich allein gestellt bist. Das finde ich, nicht so cool. Ist das den richtig?
Wegen deinem Hund musste ich ein wenig schmunzeln. Sei ihr nicht böse. Sie liebt nur dich und nach paar Tagen gewöhnt sie sich wieder. Hunde sind sehr treue Seelen! Und sei froh, dass es ihr in der Zeit ohne dich gut ging. Das spricht für dich: Du hast sie für die Zeit in die richtigen Hände gegeben und musstest dir nicht noch Sorgen um deinen Schatz machen.
Wünsche dir noch einen schönen Abend und gebe dir eine virtuelle Bremse, damit du dich vor lauter Übermut nicht überstrapazierst. Mach etwas langsamer und sei achtsam mit dir! *pädagogischerzeigefingerhoch*
bke-Lana
liebe lana,
danke für deine worte. ich war lange weg. die klinik war eher schwierig und nicht hilfreich. ich habe jetzt zwar zugang zu meinen gefühlen und alles, aber es ist so viel. schwer aushaltbar und ich weiß sehr oft nicht weiter. mir wurde die hoffnung genommen bzw. hatte ich wohl ein falsches bild welches zukunftsziel ich erreichen könnte. das zu akzeptieren ist schwer. ich kämpfe auch noch zu akzeptieren was war. und dass ich mir trauen darf. ich muss in naher zukunft nochmal hingehen, auf eine andere station, mit der hoffnung anders damit arbeiten zu können. seit ich zurück bin mache ich mir wieder viel stress und druck. ich kann kaum still sitzen, bin immer angespannt und habe unheimlich viel angst. meine symptome sind teils schlimmer und schwieriger auszuhalten. ich versuche alle dinge dennoch zu schaffen und immer weiter zu machen. es ist nur eine frage bis es wieder zur überlastung führt.. ich klammere mich an jede hilfe die ich habe. und trotzdem gehe ich immer weiter unter und das nervt mich. jeder hatte so viel hoffnung da reingesetzt. wieso hat es nicht geklappt? ich habe alles was ich konnte gegeben. aber vielleicht bin ich doch zu kaputt...
mit meinem hund läuft es auch nicht so gut. sie war 6 wochen bei freunden und ist jetzt lieber dort als hier. wenn wir dort sind weint sie und will sofort rein und nicht nach hause. das tut weh zu sehen.. ich versuche jeden tag aufzustehen und alles zu schaffen. immer wieder zu schauen wo ich wie was verändern kann. ich bräuchte schon wieder pause, ich bin nach der klinik zu schnell arbeiten gegangen. mal sehen.
liebe girl,
danke auch für deine worte. ich weiß nicht, ob man darauf stolz sein kann. es gab dort viele aussagen, dass ich ja von beginn an hätte vertrauen können usw... das meine ansprüche zu hoch sind, habe ich dort leider lernen müssen. alle dort sagen, dass die angst immer bleiben wird und das andere auch zum teil. so hatte ich mir ein leben nicht vorgestellt und es tut weh sich einzugestehen, dass man da für etwas gekämpft hat, was man nie erreichen kann. und ich frage mich seitdem, ob das ein leben ist, dass ich leben möchte.. denn eigentlich will ich es so nicht. ich muss schauen wie ich damit umgehe. im moment versuche ich so viel alltag und anforderungen wie möglich zu haben, um nicht zu sehr in frage zu stellen, ob ich weiter kämpfe oder aufgebe. mal sehen wie lang die strategie noch gut geht.. heute habe ich viel schlaf nachgeholt tagsüber. dennoch bin ich müde. alles ist noch sehr anstrengend. ich würde mich gerne zurückziehen. traue mich immer weniger in kontakt mit anderen menschen... da ist zu viel und ich weiß, dass keiner es mittragen kann. sie wirken hilflos, weil ich es auch bin.
danke. liebe grüße willow
Liebe Willow,
Ich schleich mich auch mal kurz in deinen Thread....
Es gibt so Vieles, was ich dir für diesen Abschnitt deines Weges wünsche. Ja, die Hürde ist hoch, der Weg dort steinig, manches noch mit einem großen Fragezeichen versehen... Und das macht Angst. Da kann ich noch so sehr versuchen, es schön reden zu wollen - das lässt sich nicht schön oder leichter reden. Und dennoch hattest du nach all den Zweifeln, der Unvorstellbarkeit diesen Schritt zu gehen, jetzt den Mut, ihn trotzdem zu gehen, ich wiederhole mich, aber du kannst wirklich stolz sein auf diese Stärke von dir. Und zum Mut gehört auch immer die Angst, denn ohne Angst bräuchten wir keinen Mut.
Oft sind wir selbst unsere größten Kritiker, ich hoffe ich trete dir nicht zu nahe, wenn ich in den Raum stelle, dass es bei dir genauso ist. Deine Ansprüche an dich selbst sind hoch, manche vielleicht sogar sehr hoch. Höher, als du je Ansprüche an jemand Anderen stellen würdest. Ich wünsche mir für dich, dass du dich selbst und deinen Weg zumindest auf kurzen Abschnitten mit dem gleichen Wohlwollen betrachtest, wie du ihn für Andere aufbringen würdest; von dir selbst nicht mehr verlangst, wie du von Anderen verlangen würdest.
Du setzt alles auf diese Karte und ich verstehe, wieso. Und ich bin sehr überzeugt, dass dieser Schritt, den du jetzt so mutig gehst, dir helfen wird, deinen jetzigen Weg fortzusetzen und deine weiteren Schritte zu planen, damit der Weg danach nicht mehr völlig im Nebel hängt. Ich wünsche mir aber auch für dich, dass der Druck, den du dir selbst machst, nicht zu deiner eigenen Enttäuschung wird. Erlaube dir auch Momente des Ankommens, des zur Ruhe kommens, des Annehmens, was in diesem Moment gerade geht. Heilung hält sich nicht an einen Zeitplan, Schmerz verschwindet nicht nach Stoppuhr und Kraft ist nicht unendlich. Es geht dort um dich, um alle Teile von dir, auch jene, die sich vielleicht nicht an die Pläne deines Ehrgeizes halten. Deine Kraft und Stärke, dein Wille, etwas zu verändern und hier und da ein wenig Nachsicht mit dir selbst, werden deinen Weg begehbar machen, daran glaube ich ganz fest.
Ich wünsche dir, dass du Menschen begegnest, die dich halten dürfen, die Hilfe annehmen kannst und gut und wohlwollend zu dir selbst sein kannst. Ich weiß, dass du mehr Kraft hast, als du selbst manchmal glaubst, mehr Mut, wie du ihn gerade vermutlich spüren kannst und mehr Hoffnung in dir lebt, als du selbst gerade sehen kannst.
Hab Vertrauen in die Kompetenz und Hilfe der Anderen und Vertrauen in deine eigenen Fähigkeiten. Ich wünsche dir nur das Beste für diese Zeit, freue mich, wieder von dir lesen zu dürfen und schicke dir alle guten Wünsche, die ich für dich habe, wenn du sie annehmen möchtest.
Alles Liebe
Girl
Guten Abend liebe Willow,
schön von dir zu lesen!🙂
Es hört sich nach unmittelbaren Veränderungen an. Bald ist es soweit und du bist zurecht aufgeregt. Neue Wege zu begehen, macht schon Unbehagen und sogar Angst. Es liest sich auch so, als würdest du alles auf eine Karte setzen und es keine Optionen derzeit gibt. Deswegen willst du es unbedingt schaffen und alles richtig gut machen. Deswegen hast du viel Druck, der wahrscheinlich irgendwo auch selbstgemacht ist. Ich kann es überhaupt nicht einschätzen, aber schaue mal an welchen Stellen du gut entspannen kannst und Druck abbauen. Dir also was Gutes tun.
Genieße die Zeit mit deinem Hund 🤗 und berichte gerne über die Schritte auf deinem Weg. Natürlich, nur wenn du magst.
Ich wünsche dir noch einen guten Abend und eine ruhige Nacht.
bke-Lana
hallo,
es steht etwas sehr schweres an. ich muss es schaffen. ich will es auch schaffen, aber die hürde und bedingungen machen angst. das alles macht traurig. heute brauche ich ganz viel nähe und sicherheit. mein hund liegt seit einer stunde auf mir. das beruhigt zum glück etwas. ich habe angst es nicht zu schaffen. ich will so viel kraft reinstecken wie ich kann. hoffe ich komme meinem ziel näher.
liebe grüße willow
Huhu Willow, Nabend!😊
Ich finde, fragen kostet nichts🤓! Naja wahrscheinlich ein wenig Mut. Aber den hast du. Schlimmer als ein NEIN kann eigentlich auch nicht passieren.
Sorgen und Ängste, die du beschreibst, sind sehr gut nachvollziehbar. Aber glaub mir, dieselben Sorgen und Ängste hättest du, wenn du irgendwo anders hingehen würdest. Da ist etwas Neues, was auf dich zukommt. Du weißt nicht, was dich genau erwartet. Wahrscheinlich bist du auch ein Mensch, der gerne Kontrolle beibehält. Und dann ist es noch schwieriger einfach loszulassen, zuzulassen und zu vertrauen.
Hm ich glaube du hast keine Wahl und vielleicht ist es eine deiner Lektionen zu lernen nach Hilfe zu fragen, Vertrauen zu lernen, aus neuen Situationen positive Rückschlüsse zu ziehen, etc… Aber heeeey bitte nicht alles auf einmal und nicht alles sofort. Das sind große Sachen, die du für dich neu entdecken musst und da lässt du dir bitte Zeit bei. Ein Schritt nach dem anderem.
Puh mein Hundemutterherz fühlt immer mit und ich weiß wie hart es ist, wenn es dem Vierbeiner nicht gut geht oder man sich sogar auf andere Menschen verlassen muss, die deine Hündin in der Abwesenheit pflegen werden. Bin mir aber ziemlich sicher, dass du die Personen sorgfältig ausgewählt hast und deinem Schatz wird es gut gehen! Neben dem Vermissen ist das schon die halbe Miete, wenn man weiß, dass es ihr eigentlich gut geht.
Liebe Grüße
bke-Lana
Liebe willow,
ich weiß, dass die Opferhilfe mitunter unterstützt bei Klinikkosten.
Schau mal, wo das bei dir ist.
Vielleicht ist das noch eine Idee.
liebe Grüße
bke-Claudia
Liebe Willow,
vielleicht höre ich mich gemein an, aber es gefällt mir, was ich lese. In deinen Zeilen steckt viel Stärke und Wille aus der gegebenen Lebenssituation rauszukommen. Nicht nur stark für sich selbst sein zu müssen, sondern auch noch für deinen tierischen Schatz. Weißt du: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!“. Genau das sehe ich bei dir und genau das ist etwas, was mir so gefällt.
Liebe Grüße
bke-Lana
Hallo Willow!
Wow! Ein sehr guter Satz! Sehr stark!
Viele liebe Grüße
beeindruckte bke-Lana
Liebe willow,
die Entscheidung wurde dir ein Stück weit abgenommen, bzw. es haben sich weitere Fakten ergeben, so dass die Richtung relativ klar ist. Es geht in eine andere Richtung, als dein Herz sich entschieden hätte, manchmal sind aber auch Bauch- oder Kopfentscheidungen durchaus sinnvoll. Dass es dir schwer fällt, Hilfe anzunehmen, wenn du dich so lange Zeit nur auf dich verlassen konntest, ist sehr nachvollziehbar. Vertrauen aufzubauen, sich jemandem zu öffnen, nach Hilfe zu fragen und diese dann auch anzunehmen sind keine Selbstverständlichkeit. Hast du einen Idee, was es dir erleichtern könnte, Hilfe anzunehmen?
Die Frage nach dem wozu lässt sich manchmal ganz schwer, oder gar nicht beantworten. Das macht es noch schwerer, überhaupt weiter zu machen. Dann bleibt für eine Weile nur die Hoffnung, dass bald wieder ein wozu am Horizont auftaucht. Darum wünsche ich dir die Zuversicht, die Hoffnung, dass es wieder besser werden kann. Und ganz viel Kraft für die nächsten Schritte, die anstehen. Du hast schon ganz viele Schritte gemacht und schon ganz viel investiert. Ich bin sicher, dass du in guten Momenten auch sehen kannst, wie viel du schon erreicht hast.
Im Moment arbeiten viele Erinnerungen und alte Glaubenssätze in dir. Was wäre heute ein neuer, hilfreicher Satz?
Herzliche Grüße,
bke-Ina
Guten Abend liebe Willow,
ich möchte dich wissen lassen, dass ich deine Zeilen gelesen habe und auf alle Fälle registriert. Irgendwie habe ich keine passenden Worte für dich, nicht weil mir nichts einfällt. Sondern weil ich das Gefühl habe, alles was du machst und aufbaust, sehr gut ist. Du tust und machst und kämpfst. Ja es ist sehr schwer…alleine und ohne Rückhalt…echt traurig. Deswegen ist mir gar nicht nach so vielen Worten, sondern würde ich dich am liebsten ganz feste drücken🤗 und dir ins Ohr flüstern: „Mache bitte weiter! Gib nicht auf.“
Liebe Grüße
bke-Lana
P.S.: Gibt es Vertretung für die Fehlzeit deiner Therapeutin oder an wen du dich sonst in Notfällen wenden kannst? Vielleicht bist du auch hier in Mailbera?
Es tut mir auch sehr Leid, dass dein Hund dir zurzeit Sorgen bereitet. Ich drücke euch beiden die Daumen, dass es bald Berg hoch geht!
Liebe willow,
Entscheidungen, vor allem die, mit großen Konsequenzen sind schwer. Und noch schwerer sind sie, wenn man sie auf sich alleine gestellt treffen muss. Wenn ich dich richtig lese, gibt es verschiedene Stimmen in dir. Das Herz weiß was es möchte. Das ist ein guter Anfang. Dann gibt es vielleicht noch den Verstand, die Angst, das Sicherheitsbedürfnis, das Bauchgefühl... sie alle haben etwas beizutragen. Vielleicht kann es dir helfen, die verschiedenen Akteure und ihre "Meinungen" aufzuschreiben. Dann fällt es dir vielleicht etwas weniger schwer, zu entscheiden, welchen Stimmen du mehr Gewicht geben möchtest, als anderen.
Deine Trauer, diese Entscheidung alleine treffen zu müssen, finde ich sehr nachvollziehbar und berührend. Du weißt gerade nicht, wie es weitergehen soll und woher die Kraft nehmen, um weiter zu machen.
Du hast in den letzten Tagen und Wochen viel unternommen, einen Klinikaufenthalt zu organisieren. Du bist schon etliche Schritte gegangen, dir Unterstützung für die kommende Zeit zu sichern. Auch wenn es sich gerade anders anfühlt, hast du die Weichen auf "weitermachen" gestellt. Und fürs Weitermachen schicke ich dir ganz viel Kraft, Mut und Zuversicht.
bke-Ina
Hey liebe Willow,
all deine Ängste und Sorgen, ich kann sie nachvollziehen.
Fühl dich einfach nur gehalten.
bke-Nana
Guten Morgen liebe willow,
da kann es noch etwas dauern, das ist doof.
Nutze die Kontakte, die du hast, es sind ja Menschen, die dich schon länger kennen. Die schon oft Sorge um dich hatten. Sie wollen alle, dass es dir besser geht, sind aber eben keine Therapeuten und keine Klinik.
Erlaube ihnen einfach dazu sein, mit dir zu essen, mit dir draußen zu sitzen oder ein kleines Stück zu gehen, das was gerade geht.
Deine Therapeutin sieht dich auch und weiß, dass du mehr Hilfe brauchst, die aber in dem Setting nicht möglich ist. Menschen, die einen lieb haben, die machen sich Sorgen, das ist normal und richtig so. Es zeigt doch, dass du ihnen wichtig bist.
Stabiler werden bedeutet möglichst viel Struktur, dabei können Freunde helfen. Überlegt mal gemeinsam. Dann sind alle weniger hilflos.
Es gehen Menschen bei Rückzug nicht verloren, wenn ich es erkläre. Dann sind sie auch bald wieder da oder gehen gar nicht erst.
bke-Claudia